Der Verkehrsfluss normalisiert sich langsam, nur eine Sperre Richtung Hasselfelde wird noch Monate bleiben. Ansonsten haben Rübelands Einwohner bis zum Jahresende ein komplett neues Zentrum. Zum nächsten Millionenobjekt, die nötige neue Zufahrt nach Susenburg, gibt es eine Bürgerversammlung.

Rübeland l Auf der B 27 sind die Arbeiten zur grundhaften Sanierung abgeschlossen. Durchgängig von Neuwerk bis nach Elbingerode können die Fahrer mit ihren Pkw oder Lkw praktisch sanft gleiten.

Darauf weist René Franke von der Bauüberwachung beim Landesbetrieb Bau nicht ohne Stolz hin. Mussten die Bauleute doch Wasser- und Schienenwege, Straßen, Fußwege und unzählige Versorgungsleitungen und Kanäle neu herrichten, berücksichtigen, reparieren.

Ein klitzekleines Stück dieses Mammutprojektes ist noch nicht fertig, betrifft aber den Durchgangsverkehr nicht. Am Spitzwinkel zum Baumannshöhlenweg werden letzte Arbeiten erledigt. Gerade hier wurde quasi ein Unikat an Stützmauer geschaffen, um alle Leitungen, Lampen, , Einfahrten gemäß den Vorschriften ansehnlich zu gestalten. "Es ist, denke ich, gelungen", so Franke mit Lob für die Bauleute. Denn gerade solche Spezialarbeiten würden Zeit kosten. "Da werden keine Meter geschafft, und mancher Passant denkt, es geht gar nicht vorwärts", so Franke weiter, "die Leute glauben oft gar nicht, was das unter der Erde für eine Fummelei ist, nachher sieht ja alles schön und ordentlich aus".

Diesen Eindruck vermittelt tatsächlich bereits die neue Brücke samt Fahrbahnen und die Stützwand zum Bärenfelsen, der Rübeländer Herklippe. Um sie herum entstehen gerade die Haltepunkte für den rund 40 Meter langen Fußweg über der Bode.

Bis zum Jahresende soll er fertig werden. Der Termin gilt laut Landesbaubetrieb auch für das Umfeld der neuen Brücke samt Abbau des provisorischen Bodeübergangs. Die Straße Richtung Hasselfelde (L 96) wird dieses Jahr noch bis zum Philosophenweg erneuert, bleibt also gesperrt. Den Winter über wird sie dann freigegeben, bevor im Frühjahr der Straßenanschluss bergauf in die Kurve ausgebaut wird, informierte René Franke.

Der Bauüberwacher spricht von einem guten Miteinander der Bauleute verschiedener Firmen, von einer sehr guten Zusammenarbeit mit den Fels-Werken sowie mit der Stadt Oberharz. Die habe zum Beispiel schnell für Parkplätze gesorgt, damit Anwohner im Baumannshöhlenweg wegen der komplizierten Arbeiten in ihrer Straße einen Ausweichplatz für ihre Autos hatten.

Informationsabend am 20. August im Goethehaus

"Beinahe jeder empfindet eine Baustelle vor der eigenen Haustür irgendwie als lästig", so Franke. Insgesamt sei mit den Anwohnern gut zusammengearbeitet worden. Sie könnten nun der Fertigstellung des neuen Zentrums für rund 4,5 Millionen Euro entgegenblicken. Beendet ist das Bauprogramm für Rübeland damit aber noch lange nicht.

Denn die Zufahrt in den Ortsbereich Susenburg rutscht den Hang hinab und zwingt zur Abhilfe. Eine neue Straße ist nötig und wird geplant, eine Bürgerversammlung ist anberaumt. Am Mittwoch, 20. August, sind alle Einwohner Susenburgs um 18 Uhr im Goethehaus willkommen. Dann wird über den Stand der Vorbereitung und über voraussichtliche Bauzeiten dieses neuen Großprojektes informiert.

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