Nach drei Jahren ehrenamtlicher Arbeit ist es geschafft. Karl Berke hat die jüngste Chronik der Stadt Ilsenburg vorgestellt - ein Rückblick auf das 20. Jahrhundert.

Ilsenburg l Sie ist umfangreich, aber sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - die Ilsenburger Chronik des 20. Jahrhunderts. Sie ist vor kurzem fertig geworden und in einer Auflage von 200 Stück gedruckt worden. An dem 275 Seiten umfassenden Werk haben viele ehrenamtliche Hobbychronisten und Zeitzeugen gearbeitet. Die Regie hielt Bäckermeister Karl Berke in den Händen, der die Großkonzeption erarbeitete, das Projekt koordinierte und viele Beiträge und Fotos beisteuerte. Hilfe zu bestimmten Themen gab es von Zeitzeugen und vielen Mitstreitern aus dem Ilsenburger Harzklub-Zweigverein, dessen Vorsitzender Karl Berke seit vielen Jahren ist.

"Wir haben alle Themen geordnet, so dass die Chronik ein Nachschlagewerk geworden ist, dessen spezifische Themen leicht zu finden sind", erklärt Berke, in dessen Bäckerladen am Schickendamm das Buch noch gekauft werden kann.

Thematisch wird nichts ausgelassen. Politik und Wirtschaft sind ebenso vertreten wie Kirchengemeinden, die Feuerwehr und das ­Schulwesen. Das Buch beginnt etwa um 1900 und schließt somit an eine bestehende Chronik an. Es endet in der Gegenwart mit einem politisch vereinigten Ilsenburg und seinen beiden Ortsteilen sowie einem Gewerbegebiet Industriepark, in dem so gut wie kein Platz mehr ist. Karl Berke hofft, dass es in 100 Jahren wieder jemanden gibt, der dann die Geschichte - heute noch Zukunft - aufschreibt und somit der Nachwelt erhält.