Im Wald zwischen Großem Schloss und den Barocken Gärten werden gegenwärtig Bäume gefällt. Dabei handelt es sich - so eigenartig es klingt - um Denkmalschutz.

Blankenburg. Für die Schlossgärten der Stadt Blankenburg wurde im Jahr 2005 eine Planungsgrundlage erarbeitet. Historische Karten, Pläne, Fotos und Schriften wurden zusammengetragen, ausgewertet und dann eine sogenannte denkmalpflegerische Rahmenkonzeption erarbeitet (wir berichteten). Die in dieser Konzeption festgelegten Arbeiten werden nach und nach in die Tat umgesetzt. So wurden seit 2005 alte Wegeverbindungen wieder hergestellt, Bäume nachgepflanzt aber auch Bäume gefällt. Aktuell ist wieder die Motorsäge zu hören. In vielen Fällen ist es nur der Wildwuchs, der nicht gleich nach seinem Anwachsen beseitigt wurde und später zu einem Baum heranwuchs. Vor allem Ahorn und Eschenbäume entwickeln sich in der Nähe von Alleen besonders gut. Ihr dichtes Blattwerk sorgt aber auch dafür, dass Aus- und Durchblicke zum Teil völlig verschwunden sind.

Das Wiederherstellen dieser historischen Sichtachsen, aber auch die Freistellen alter, schützenswerter Bäume oder Gebäude ist nach Aussagen von Bürgermeister Hanns-Michael Noll für einen Landschaftspark wichtig. "Deshalb sind in den nächsten Wochen Mitarbeiter der Arbeitsförderungsgesellschaft Oberharz (AFG) im Schlosspark mit Baumfällarbeiten betraut. Das hat alles seine Ordnung und ist mit den zuständigen Naturschutzbehörden abgestimmt", erklärte das Stadtoberhaupt.

Auf den Flächen des Ost- und Südhanges am Großen Schloss, dem Bereich am Marstall, auf den Flächen um das ehemalige Parkwärterhaus, Herzogsweg 4, sowie auf den Flächen zwischen dem Schlossteich und der Straße, werden kleinere, von Fachleuten markierte Bäume entnommen, um dem Park sein historisches Äußeres wiederzugeben.