Wer radelt, kommt gerade bei Steigungen schnell aus der Puste. Nahezu mühelos soll solch ein Anstieg jedoch mit E-Bikes zu bewältigen sein. Ob das wirklich so ist, können Blankenburger und Touristen ab sofort testen.

Blankenburg l Schwitzend und schnaufend am Zielort ankommen oder statt Fahrrad doch lieber das Auto nehmen? Vor dieser Entscheidung stehen Blankenburger bald nicht mehr - vorausgesetzt, sie nehmen das neue Angebot der Tourismusinformation war. Ab Montag, 18. August, gibt es dort E-Bikes zum Ausleihen.

"Es war noch nie so einfach, einen Berg hochzukommen."

Marco Sandro Schüren, Tourist- und Kurinformation Blankenburg

Diese mit elektrischer Energie angetriebenen Fahrräder haben viele Vorteile, versichert Ekkehard Lück vom Blankenburger Händler "Rad und Tat". "Man tut etwas für seine Gesundheit, sie sind für Fahrten in der Stadt effektiver, man nimmt mehr von seiner Umgebung wahr als im Auto sitzend und die Parkplatzsuche entfällt." Und noch etwas spricht für die E-Bikes: Ihr Verbrauch ist sehr gering. "Auf 100 Kilometer Strecke kosten sie gerade einmal 30 Cent", informiert Steffen Obst von den Blankenburger Stadtwerken.

Das Unternehmen ist Sponsor für die neue Attraktion in Blankenburg: zwei E-Bikes. "Nicht nur Touristen sollen angesprochen werden, die Region mal auf eine andere Art zu erkunden, auch Blankenburger sollen animiert werden, das Auto hin und wieder stehen zu lassen", sagt Stadtwerke-Geschäftsführerin Evelyn Stolze.

Für Probierwillige ist die Tourismusinformation am Schnappelberg 6 die Anlaufstelle. Für je neun Euro am Tag und eine Kaution in Höhe von 50 Euro gibt es die E-Bikes dort zum Ausleihen. Um die Kunden besser beraten zu können, hat Marco Sandro Schüren von der Tourist- und Kurinformation bereits eine erste Runde mit den Zweirädern gedreht. "Es war noch nie so einfach, einen Berg hochzukommen", berichtet er begeistert.

Ein E-Bike für den Eigengebrauch zu kaufen sollte jedoch wohl überlegt sein. "Für ein gutes muss man so um die 2000 Euro zahlen", berichtet Fahrradprofi Ekkehard Lück. "Aber es lohnt sich. Viele Kunden sind begeistert und lassen nach dem Kauf das Auto häufiger stehen." Und müssen deshalb seltener tanken.

Nachschub benötigen die E-Bikes, oder besser gesagt ihre Akkus, jedoch auch - aus der Steckdose. Etwa drei Stunden dauert es, bis sie vollgeladen sind. Sie haben eine Reichweite von rund 60 Kilometern. "Das variiert abhängig vom Gewicht und der Größe der Fahrenden und der Topografie", erläutert Ekkehard Lück. Wer eine große Tour plant, muss nicht befürchten, unterwegs stehen zu bleiben. "Es werden Ersatzakkus mitgegeben", teilt Marco Sandro Schüren mit.

Kontakt zur Tourismusinformation unter Telefon (03944) 2898.