Veckenstedt (afi/rar). Noch deutlicher hätte der Vertrauensbeweis für Andreas Bode während der Jahreshauptversammlung gar nicht ausfallen können.

In offener Abstimmung wählten den 28-jährigen Hauptfeuerwehrmann jetzt die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Veckenstedt. Damit wurde er Nachfolger von Frank Ehlers. Letzterer wollte aus beruflichen Gründen aus diesem Ehrenamt ausscheiden. Er könne sich in seinem neuen Job in Bad Gandersheim "nicht mehr ausreichend um die Belange der heimischen Feuerwehr kümmern". Seinen Erfahrungsschatz wird er allerdings künftig als Gerätewart weitergeben. Nordharz-Bürgermeisterin Hannelore Striewski (Linke) und Ortsbürgermeister Uwe Lutz dankten dem bisherigen Ortswehrleiter für dessen langjähriges Engagement.

Doch das war nicht die einzige Personalie an jenem Abend. Auch Jugendwart Martin Förster möchte sein Ehrenamt baldmöglichst abgeben, da er sich als Industriemechaniker beruflich weiterbilden will und sich voll darauf konzentrieren müsse. Allerdings scheidet er nicht sofort aus. Damit die sieben Mitglieder der Jugendfeuerwehr, davon vier Mädchen, nicht plötzlich ohne Anleiter dastehen, will er vor-übergehend in der Funktion verbleiben bis ein Nachfolger gefunden ist.

In Veckenstedts Wehr sind momentan gerade noch 18 Aktive tätig. Darin offenbare sich ein handfestes Problem, welches am Freitagabend auch thematisiert wurde. Es fehlen im Ortsteil Arbeitsplätze für die Kameraden. Vor diesem Hintergrund appellierte Frank Ehlers an alle örtlichen Arbeitgeber, bei der Einstellung vor allem die Brandschützer zu berücksichtigen. 2010 sei es erstmals vorgekommen, dass man bei einer Alarmierung melden musste, nicht einsatzbereit zu sein. Das ist ein Novum, auch wenn es sich im konkreten Fall nur um die Beseitigung einer Ölspur handelte. So erging auch die dringende Bitte an die Vereine im Ort, die Anwerbung von Nachwuchs zu unterstützen.

2010 musste die Vecken-stedter Wehr zu 18 Bränden ausrücken. Hinzu kamen drei technische Hilfeleistungen.

Zu den Höhepunkten der Jahreshauptversammlung gehörten die Beförderungen von Tina Dresch zur Oberfeuerwehrfrau sowie von Christian Schmidt zum Oberlösch- meister.

Für die zehnjährige Mitgliedschaft wurde Stefanie Schwandt geehrt. Eine besondere Würdigung fand allerdings Gerhard Siebert, der bereits 1960 der Feuerwehr beigetreten war. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er der Auszeichnung für diese ungewöhnlich langjährige Mitgliedschaft über fünf Jahrzehnte nicht persönlich beiwohnen.

2010 gab es, wie Frank Ehlers im Beisein von Gemeindewehrleiter Andreas Lumme informierte, 26 Dienstabende der Einsatz-, 12 der Altersgruppe sowie 24 Ausbildungsnachmittage der Veckenstedter Jugendfeuerwehr.

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