Viele Erinnerungen sind am Wochenende wieder wach geworden, als sich Studenten der früheren Fachschule für Binnenhandel auf dem Großen Schloss Blankenburg wiedersahen. Zum zweiten Mal trafen sich hier nach fünf Jahren mehrere Jahrgänge an ihrem einstigen Studienort.

Blankenburg l Zum zweiten Mal haben am Wochenende die ehemaligen Studentinnen und Studenten der einstigen "Fachschule für Binnenhandel" in Blankenburg und dem Großen Schloss als ihrer früheren Bildungsstätte ein Wiedersehen gefeiert. Bei ihrem ersten Treffen im Jahr 2009 hatten sie sich vorgenommen, dies künftig alle fünf Jahre zu tun. Diesmal war die Zusammenkunft noch etwas erfolgreicher als bei der Auftaktveranstaltung. Fast 350 frühere Fachschüler waren der Einladung gefolgt, so dass beinahe alle Hotels und Gästeunterkünfte in der Blütenstadt an dem Wochenende ausgebucht waren. Unter ihnen auch die Studentinnen des letzten Kurses, die nur noch zwei Jahre - von 1989 bis 1991 - auf dem Schloss studieren konnten.

Dr. Gerd Schmidt, der letzte Direktor und "Liquidator" nach dem Abschluss des letzten Jahrgangs 1991 und zuvor dort selbst dort Student, begrüßte zusammen mit Andrè Gast, Geschäftsführer der Schloss GmbH, am Freitagabend die Gäste im Innenhof. Danach führte Falk Rödel aus Leipzig, ebenfalls von 1970 bis 1973 Student an dieser Handelsschule, durch das Programm mit vielen Erinnerungen an die lange zurückliegenden Jahre. Immerhin hatten die Fachschüler gemeinsam mit den Studenten der Fachschule für Bauwesen - sie waren damals in der heutigen Stadtverwaltung an der Harzstraße sowie in der "roten Kaserne" an der Hasselfelder Straße untergebracht - über einige Jahrzehnte das kulturelle Leben Blankenburgs mitbestimmt. Man denke nur an den Karneval mit seinen Umzügen, der allerdings schon allzubald wieder verboten wurde.

Am Freitagnachmittag begann das umfangreiche Programm für die Teilnehmer des Ehemaligentreffens mit Führungen, Musik- und Tanzdarbietungen bis zum späten Abend. Am Sonnabend ging es dann im und um das Schloss weiter. Ausflüge führten unter anderem zur Burg und Festung Regenstein. Abends trafen sich alle in geselliger Runde im Schlosshotel am Schnappelberg. Kulturelle Höhepunkte waren dabei das Turmblasen auf dem Schloss sowie ein Orgelkonzert in der Bartholo-mäuskirche.

Am Sonntag traten viele Teilnehmer den Heimweg an. Nicht jedoch, ohne sich zuvor zu versprechen, sich spätestens in fünf Jahren wiederzusehen.Der Verein "Rettung Schloss Blankenburg" dankte den ehemaligen Studenten besonders. Denn sie spendeten fleißig für den Wiederaufbau ihrer einstigen Wirkungsstätte.