Friedrichsbrunn/Quedlinburg (dl) l Nach dem Brand in einem Ferienbungalow in Friedrichsbrunn (Harzkreis) gehen Polizei und Staatsanwaltschaft nunmehr davon aus, dass der 34 Jahre alte Mieter versucht hat, sich und seine beiden Kinder im Alter von sieben Monaten und zehn Jahren umzubringen. Wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Nord am Dienstag mitteilte, wurde der Brand offenbar mit dieser Absicht gelegt. Als möglicher Grund wurden familiäre Probleme genannt.

Der Mann, der aus Niedersachsen stammt und wohl mit der Mutter der Kinder im Sorgerechtsstreit liegt, hatte offenbar seinen Kindern und sich selbst Betäubungsmittel verabreicht und danach das Feuer gelegt. Unmittelbar nach der Tat fuhr er laut Polizeisprecherin mit den Kindern noch selbst ins Krankenhaus Quedlinburg. Alle Drei befinden sich derzeit noch in Kliniken, teilweise besteht weiter Lebensgefahr. Die Kinder wurden noch am Montag in hallesche Kliniken geflogen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 34-Jährigen.