Wernigerode (isi/jmü) l Das Thema "Hundekot auf Wernigerodes Straßen" schlägt weiter hohe Wellen. Im jüngsten Ordnungsausschuss hatte Mario Schlieper vom Ordnungsamt eine Lösung gefordert (Volksstimme berichtete). Ideen wie verstärkte Kontrollen und eine zahlenmäßige Aufstockung der derzeit zwölf Tütenspender wurden diskutiert. Ordnungsdezernent Volker Friedrich ermutigte die Wernigeröder, Hundebesitzer anzuzeigen, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht entsorgen. Zahlreiche Leser haben auf unseren Bericht reagiert und äußerten sich am Lesertelefon, per E-Mail und auf der Facebookseite der Volksstimme.

"Der Meinung von Herrn Schlieper kann ich nur beipflichten", schreibt beispielsweise Frank Otto. "Gegen die ständige Verdreckung der Stadt durch Hunde muss dringend vorgegangen werden." An den neuen Bänken vor der Blumenuhr könne man schon jetzt die Spuren von Hundeurin sehen. "Dort setzen sich Leute hin, die trinken und essen", so unser Leser. "Da sind solche Bänke eklig." Sogar 500 Jahre alte Gebäude seien beschmutzt. Deshalb fordert Frank Otto ein striktes Hundeverbot in der historischen Altstadt.

Vera Sehm aus Wienrode ist selbst Hundebesitzerin. Ihr sei aufgefallen, dass es nicht genügend Mülleimer für die Kottüten gibt, so die Volksstimme-Leserin. "Es wäre sinnvoll, gleich unter den Tütenspendern einen Mülleimer anzubringen", sagte sie am Lesertelefon. Außerdem seien zwölf Tütenspender für eine Stadt wie Wernigerode viel zu wenig. Das bestätigte Sabrina Lässig. "Wozu Hundekottüten, wenn außerhalb des Stadtkerns kaum Mülleimer vorhanden sind?", fragte sie.

Nur an die Zivilcourage zu appellieren, reiche nicht aus, sagte ein anderer Anrufer. Er selbst habe jahrelang immer wieder Hundebesitzer angesprochen, die die Haufen ihrer Tiere liegengelassen hatten. "Inzwischen habe ich aufgegeben", sagte er resignierend. Sogar Prügel seien ihm angedroht worden. Er schlug vor, Grünflächen direkt als Hundewiesen auszuweisen.

"Auf Gehwegen stört mich der Kot auch", schrieb Andreas Sauer auf Facebook. Bei Wiesen und Grünflächen sollte man jedoch nicht so kleinlich sein. "Es muss Plätze geben, wo Hunde ihre Bedürfnisse erledigen können. Nach wenigen Tagen sind die Haufen verrottet."