Eine Übernahme des Waldseebades durch einen Verein in Hasselfelde gilt als nicht möglich und wird vom Rat abgelehnt. Eine Interessengemeinschaft zur Senkung der Sachkosten im Freibad soll gegründet werden.

Hasselfelde l Ein Bad-Betreiberverein wie in Rübeland und Elend ist für Hasselfeldes Waldseebad nicht in Sicht.

Das konstatierte der Ortschaftsrat in seiner Tagung am Montagabend. "Das Waldseebad ist mit den 10 000 Quadratmetern Wasserfläche und Grünflächen rundum sehr schön und einmalig, aber auch aufwändig im Unterhalt", sagte Ortsbürgermeister Heiko Kaschel (parteilos) nach der Tagung. Ein Verein könne das nicht leisten, deshalb lehne der Ortschaftsrat eine juristische Übernahme des Bades ab.

Gleichwohl sehe sich der Rat in der Pflicht, so Kaschel weiter, die Sachkosten zu senken. Dafür soll eine Interessengemeinschaft gegründet werden. Vorstellbar sei eine Beteiligung von Vertretern der vier Ferienhausanlagen in und um Hasselfelde. Sie könnten durch Arbeitseinsätze und Spenden die Kosten senken. Konkretes gebe es aber derzeit nicht, so Kaschel.

Abgelehnt werden vom Ortschaftsrat auch höhere Steuersätze zur Haushaltskonsolidierung. Die Sätze seien bereits höher als der Durchschnitt und unzumutbar, hieß es in der von zahlreichen Bürgern besuchten Sitzung. Außerdem seien die Sätze im Gebietsänderungsvertrag bis 2019 festgeschrieben worden.

In punkto Senkung der Zuschüsse für Vereine und Sportstätten einigten sich Rat und Bürger in der Fragestunde auf den Vorschlag, in der Stadt Oberharz eine einheitliche Förderung von etwa fünf Euro pro Einwohner einzurichten. Das würde Einsparungen und eine gerechtere Zuschussverteilung sichern.