Tausende Besucher haben rund um die Rappbodetalsperre deren 55-jähriges Bestehen gefeiert. Der Umweltminister nennt sie eine ingenieurtechnische Meisterleistung, den Bürgermeister erinnert der Monumentalbau an die Pyramiden.

Rübeland/Wendefurth l Riesenandrang hat Sonntag gleich um 11 Uhr geherrscht, als mit Musik vom Spielmannszug Gernrode die Tür ins Innere der Rappbodetalsperre geöffnet wurde. Damit begann das Fest zum 55-jährigen Bestehen der heute noch höchsten Staumauer Deutschlands.

An die 2500 Besucher wurden bis zum Abend allein beim Spaziergang in die Staumauer gezählt. Dazu kamen viele Gäste aus nah und fern, die gleich per Bus oder zu Fuß zu einem der Festzentren strömten.

Zuvor hatten Wolfgang Milch, Chef des Aufsichtsrates, sowie Burkhard Henning, Geschäftsführer des Talsperrenbetriebes Sachsen-Anhalt, zahlreiche Politiker wie Landrat Martin Skiebe (parteilos) und Landrat a. D. Michael Ermrich (CDU) sowie Vertreter der vielen Partner des Talsperrenbetriebes zu einem Empfang begrüßt. Landesumweltminister Hermann Onko Aeikens würdigte den Bau dieser Staumauer ab 1952 als ingenieurtechnische Meisterleistung.

Über den Tag verteilt besichtigten dann tausende Besucher die Anlagen, nutzten die Wissens- und Speisenangebote vieler Stände, bestaunten vor allem das monumentale Bauwerk. Oberharz-Bürgermeister Frank Damsch (SPD) erinnerte die steile Wand an die Pyramiden in Ägypten. Deren höchste, die Cheopspyramide, war einst rund 146 Meter hoch - knapp 40 Meter höher als die Rappbodetalsperre. Die aber staute gestern unbeeindruckt vom bunten Festgetümmel 76,5 Millionen Kubikmeter Wasser.

   

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