Pferdesportler sind wohl durch nichts zu erschüttern. Trotz Dauerregen zogen die Börnecker ihr Dorffest durch, das ganz im Zeichen des 20-jährigen Bestehens des Pferdesportvereins stand und jede Menge Spaß bot.

Börnecke l "Wir hatten das mieseste Wetter aller Zeiten", beschreibt Katy Löwe kurz die äußeren Bedingungen zum 15. Börnecker Dorffest. Auf dem Schützenplatz sollte eigentlich das 20-jährige Bestehen ihres Pferdesportvereins groß gefeiert werden. Doch wegen des Dauerregens wurde die Veranstaltung erstmals in das Dorfgemeinschaftshaus verlegt.

Doch davon ließen sich die Börnecker nicht die Stimmung vermiesen. "Es wurde umdisponiert und improvisiert", so Katy Löwe. Nach der Eröffnung durch die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte "Kükennest", die unter der Leitung von Karin Steiner passend zum Motto Pferdetänze aufführten, Lieder und Gedichte vortrugen, überreichten sie ein selbst gestaltetes Poster an die Vorsitzende des PSV, Maja Martinu. Eine Überraschung war der Radetzky-Marsch in Erinnerung an den Urvater des Pferdesports in Börnecke, Erich Brink. Nach der Musik tanzten die Kinder eine Dressurquadrille.

Neben Ortsbürgermeister Rüdiger Klamroth und Hasso Effler als Vertreter der Stadt Blankenburg begrüßten die Börnecker auch Landrat Martin Skiebe. Publikumsmagneten waren danach nicht nur die berühmte Börnecker Kaffeetafel - einmal mehr betreut vom Kulturverein - sondern auch der mechanische Bulle. Ein ortsansässiger Mineralöl-Händler und eine Baufirma hatten die Finanzierung übernommen. Unternehmer Mario Möller aus Blankenburg stellte kurzerhand eine Pagode zur Verfügung, so dass diese Attraktion angeboten werden konnte. Ein paar Mutige trauten sich und versuchten, den Bullen zu zähmen - ohne Erfolg. Er schüttelte alle ab. Während die Kreis-Sportjugend viele ihrer Spiele und auch die Hüpfburg nicht aufbauen konnte, fand der Wettbewerb um den "Börnecker Spitzenreiter" mit einigen Veränderungen statt. Insgesamt fünf Teams - die "Feuerpatschen" der freiwilligen Feuerwehr, das "Kükennestteam" der Kindertagesstätte, "die besten 10" des Schützenvereins, die "starken Stänkerstuten" und die "weiblichen Wildpferde" vom PSV - lieferten sich spannende und lustige Spiele. Unter anderem wurde beim Hufeisenwerfen, Bretterrennen, Keksgesicht (Keks von Stirn in den Mund bekommen, ohne Hände oder andere Hilfsmittel) und dem Bullenreiten um Punkte gewetteifert. Am Ende siegten die Schützen mit 17 Zählern vor den "weiblichen Wildpferden" (13), den "Feuerpatschen" (10), den "Stänkerstuten" und den Kükennest-Knirpsen (9). Als Pokal gab es die "goldene Klobürste". In Anbetracht der widrigen Umstände klang dieser wohl unvergessliche Tag mit einer Disco am Abend gesellig aus.

   

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