Das Blankenburger Herbergsmuseum verzeichnet einen neuen Besucherrekord. Außerdem schmücken zwei neue kunstvolle Stücke die Sammlung des Hauses.

Blankenburg l Mit 345 Besuchern ist der Monat September der bisher publikumsstärkste des Jahres im Blankenburger Herbergsmuseum. "Wir haben damit sogar noch den Mai übertroffen", sagten Herbergsvater Carsten Paul und Mitarbeiterin Cornelia Alpermann über die weiterhin positive Besucherresonanz in der historischen Gesellenherberge.

Ein Garant war das inzwischen 23. offene Gesellentreffen, das wieder 90 Handwerksgesellen, davon allein 30 reisende, in das Fachwerkhaus in der Bergstraße gelockt hatte. Einige von ihnen hatten kunstvolle Geschenke mitgebracht. So spendierte der Altgeselle in Ruhe Klaus Müller von der Bruderschaft "Zur Rose" Quedlinburg dem Museum ein handgemaltes Bild mit der Originalansicht der einstigen Luisenburg. Müller hatte vor wenigen Jahren bereits ein originalgetreues Holzmodell des Häuschens entworfen und nachgebaut. "Ich habe das Bild gemalt, weil man sich die Luisenburg anhand des Modells nur schwer vorstellen kann", erklärte Müller.

Ein weiteres Präsent überreichte die "fremde und freie Buchbinderin Theresa". Nach drei Jahren und einem Tag Wanderschaft stiftete sie den Blankenburgern ein in reiner Handarbeit gefertigtes Gästebuch. Diese aufwendige Arbeit besticht nicht nur durch das Büttenpapier aus der Papiermühle Zerkal in Thüringen, sondern auch durch einen nur noch selten verwendeten Sprungrücken. Der Einband ist aus schwarzem Leder. Darin eingeprägt sind eine in Federlederauflage gefertigte Weltkugel sowie eine blattvergoldete Prägung mit Bögen und der Inschrift "Rund ist die Welt - Drum lasst uns reisen".

Das Team vom Herbergsmuseum dankt dafür ganz besonders, aber auch den fleißigen Harzklub-Frauen, die zum Gesellentreffen beim Frühstück, am Einlass und bei der Kassierung tatkräftig halfen.

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