Der ganze Ort ist auf den Beinen, wenn in Langeln Erntefest gefeiert wird. Das Volksfest ist zugleich eine ausgezeichnete Werbung für die beschauliche Nordharzgemeinde.

Langeln l Kaum besser kann ein Ort für sich werben. Vom Einsatz mit dem Dreschflegel und einem historischen Mähdrescher bis zum Wirken der Mitglieder des Langelner Vereins der Rassegeflügelzüchter und dem Können des Blasorchesters der Nordharzgemeinde gab es am Sonntag viel zu bewundern. Die Bedingungen für das traditionelle Langelner Erntefest hätten nicht besser sein können. Den ganzen Tag über schien die Sonne, sehr zur Freude der rührigen Organisatoren.

Für einen erfolgreichen Streifzug durch die Geschichte der Landwirtschaft sorgte beispielsweise die immer größer werdende Interessengemeinschaft "Historische Landtechnik". Von den 32 Traktoren und Geräten der Landtechnik, darunter die in Betrieb gezeigte Dreschmaschine von 1932, waren 22 aus Langeln, der Rest aus den umliegenden Gemeinden. Voller Stolz berichteten Vereinsmitglieder, dass ihre von Holger Wesemann geleitete Truppe in diesem Jahr auf den Flächen des Landwirts Dirk Hartung Wintergerste und Winterweizen gebindert und eingefahren hätte, um dieses Getreide auf dem Schützenplatz aus den Garben dreschen zu können. Steffen Hühne und sein Vater Gerhard gehörten zu den acht Gästen aus Hasselfelde, die nicht nur eine noch ältere Stiftendreschmaschine bedienten, sondern auch mit dem Dreschflegel die Körner aus den Ähren schlugen.

Besonders Kinder tummelten sich rund um den Ausstellungsplatz der Rassegeflügelzüchter. Elf der derzeit 33 Mitglieder hatten etwa 80 Tiere ausgestellt. Der von Reinhard Wagner geleitete Verein hatte beispielsweise einen Streichelzoo aufgebaut, der den Mädchen und Jungen viel Spaß bereitete. Diese Schau war auch als Werbeveranstaltung gedacht, sagte Erhard Mäntz, der seit über 40 Jahren Rassegeflügel züchtet und seine Enkeltochter Jule Mäntz mitgebracht hatte. Dieses Kind hatte wie andere seine Freude an den Tieren vom Opa, die Absicht, selbst züchten zu wollen, hat es jedoch noch nicht.

Im Vereinsheim "Fichte" und davor war nicht nur für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt worden. So war für das Fest ein Spanferkel geschlachtet und zubereitet. Im Saal erfreute das 1951 gegründete Blasorchester mit flotten Weisen die Gäste. Von 10 Uhr an bis zum späten Nachmittag spielten die Musiker.

Das Erntefest in Langeln hat seinen eigenen Charme, es ist zum Volksfest des Ortes und darüber hinaus geworden. Einige Männer waren als Bauern oder Waldarbeiter verkleidet, mehrere Frauen trugen Melkerinnen-Kostüme oder waren in Trachten geschlüpft. Rundherum war zu spüren: Wir sind hier in Langeln zufrieden und gern zu Hause.

   

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