Gerdhard Lutze ist der neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Oberharz für die Genossen aus Benneckenstein, Hasselfelde und Stiege. Er wurde einstimmig gewählt. Eine Fusion mit dem Ortsverein Elbingerode wird einhellig abgelehnt.

Hasselfelde l Zehn der insgesamt 17 SPD-Mitglieder aus Benneckenstein, Stiege und Hasselfelde haben sich einstimmig einen neuen Vorsitzenden gewählt. Es ist Gerhard Lutze aus Stiege.

Der 70-jährige Senior gehört zum Urgestein der Sozialdemokraten im Oberharzortsteil Stiege. Er arbeitete viele Jahre als Kraftfahrer, etwa in den Kalkwerken. Als Rentner sei ihm vor allem die politische Arbeit in der unmittelbaren Region um Stiege und Hasselfelde immer wichtiger geworden, sagte Lutze zur Wahlversammlung in den Räumen der Arbeiterwohlfahrt in Hasselfelde.

Dort wurde zugleich Dr. Michael Labahn mit einem herzlichen Dankeschön aus der Funktion als SPD-Chef Oberharz verabschiedet. Labahn hat die kleine, aber "gute, eingeschworene und von Sachverstand geprägte Truppe der Oberharz-Sozialdemokraten", wie Rolf König aus Stiege es ausdrückte, die letzten gut vier Jahre geleitet. Er zieht um nach Niedersachsen.

Es sei schwerer geworden, etwas mitzugestalten in der Stadt Oberharz, sagte Labahn in einem Rückblick. Schwerer wurde es auch, Schaden von den Orten abzuwenden, obwohl die Stadt Oberharz doch einer der landschaftlich schönsten Orte in Deutschland sei. Bundes- und vor allem Landespolitik machen die Mitglieder der SPD Oberharz für Missstände in der Region verantwortlich. Die Gebietsreform wirke sich gerade für Hasselfelde, Benneckenstein und Stiege hauptsächlich negativ aus, hieß es. Da sei es schwer, Unterstützung bei Bürgern für die Arbeit etwa im Stadtrat zu bekommen. Und noch schwerer sei es, Jugendliche für die SPD-Arbeit zu interessieren. Dies aber nehmen sich die Genossen nun vor, wie zur Wahlversammlung mehrfach gesagt wurde. Zugleich will sich die Truppe stärker als je für die Belange der Region Stiege, Hasselfelde Benneckenstein einsetzen. Denn die werde in der Stadt Oberharz untergebuttert.

Ein Zusammengehen mit dem SPD-Ortsverband Rübeland, Elbingerode, Königshütte oder eine Fusion zu einem geeinten Stadtverband lehnt die Oberharz-Truppe ab.

Das habe ihnen bei den letzten Wahlen einen Sitz im Stadtrat gekostet, so Lutze, und wenn sie mit jungen Leuten auf Elbingerode zu sprechen kämen, seien die meist gar nicht mehr zur Mitarbeit bereit.