Jede Wanderung will präzise geplant sein, meint Klaus Bergen und sorgt beim Harzklub Rübeland für gut vorbereitete Touren. Sie sind ebenso beliebt wie seine geselligen Runden, bei denen nicht selten die großen Würfel fliegen. Nun will der 73-Jährige kürzer treten.

Rübeland l Im Zweigverein Rübeland wird wie überall im Harzklub viel gewandert. Aber nicht mehr so oft unter direkter Leitung von Klaus Bergen. "Ich gehe gerne mit, aber die Führung sollten langsam andere übernehmen", sagt der Rübeländer mit Blick auf seinen Herzschrittmacher. Er wolle und müsse nun kürzer treten.

Für den Zweigverein geht damit eine Ära zu Ende. Rund 13 Jahre lang führte Klaus Bergen in zahllosen Wanderungen Mitglieder und Gäste durch die nähere und weitere Umgebung. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern, als der Zweigverein 1994 - 99 Jahre nach der Erstgründung - wieder aus der Taufe gehoben wurde. Vor ihm lag eine Unmenge Arbeit.

Bergen half zum Beispiel mit, die vielen schönen Wege um Rübeland, Susenburg und Neuwerk wiederzufinden, in Ordnung bringen, auszuschildern, in Ordnung zu halten. Darunter auch einen Teil des Top-Ten-Wanderweges "Hexenstieg". Bergen war von Anfang an enger Mitstreiter von Zweigvereinschef Dr. Christoph Unger, Kulturwart Ralph Ehrt, Wolfgang Hase und weiteren Aktivisten des starken Rübeländer Harzklubzweigs.

Auch als Verantwortlicher für das Vereinsheim, das Jagdhaus an der "Lange", hat Bergen sich eingesetzt, wie Mitglieder betonen. Er organisierte zig Arbeitseinsätze zur Verschönerung der Hütte und bereitete alle Zusammenkünfte akribisch vor. Die gemütlichen Runden, Klönnachmittage mit Spaß und Würfelspiel sowie Grilltreffs gehören nach Meinung der Mitglieder zu den Höhepunkten im Vereinsleben. Besonders aber würdigen sie Bergens unermüdlichen Einsatz als Harzklub-Wanderwart.

"Bei unseren monatlichen Wanderungen, bei jedem Wetter, finden wir immer Freude und Entspannung", loben Ingrid und Bernd Marquardt. "Diese Touren werden vom Wanderwart jedesmal perfekt vorbereitet." So verteilt der frühere Lehrmeister Bergen vor der Tour oft Kartenmaterial samt Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten unterwegs.

"Klaus plant die Fahrstrecken präzise und hat auch immer die richtige Gaststätte ausgesucht", so die Marquardts. "Er ist unsere gute Seele, seit vielen Jahren schon", sagt Ingrid Marquardt im Namen der Harzklubler und als Dank für Bergens Einsatz für die Gruppe.

"Unsere gute Seele, seit vielen Jahren schon"

Ingrid Marquardt

Herzlich gedankt wird Klaus Bergen für sein Engagement auch deshalb, weil mit Ehefrau Edith und neuerdings Enkelin Jenny Gabrisch quasi die Familie gleich mit für das Gelingen von Wanderungen sorgt. Denn manchmal muss bei den Fahrgemeinschaften improvisiert werden wie etwa beim Fest "55 Jahre Rappbodetalsperre". Da fuhr Jenny Gabrisch hilfsbereit einige Harzklubler zum Zielort und hat so den Wandertag für alle gesichert, betont Bernd Marquardt. Vielleicht deute sich da ja schon Nachwuchs für den Harzklub Rübeland an.

Dieserstartet heute bereits um 9 Uhr ab Parkplatz am Freibad zu seiner nächsten Tour. Es geht nach Treseburg sowie Friedrichsbrunn. Und natürlich ist Klaus Bergen - Kürzertreten her oder hin - auf den Ausflug gut vorbereitet.

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