Der Brink in der Ilsenburger Innenstadt hat eine neue Straßendecke erhalten. Die Anwohner sind nun vor ausgespülten Straßen bei Starkregen weitgehend sicher.

Ilsenburg l Nach dem Hochwasser infolge der heftigen Gewitter vom 25. und 26. Juli dieses Jahres versucht die Ilsenburger Stadtverwaltung weiter, die Gefahrenstellen zu entschärfen und künftigen Schäden vorzubeugen.

Aus diesem Grund wurde in der vergangenen Woche die kleine Straße "Brink", ein Abzweig der Buchbergstraße, mit einer neuen Bitumenschicht versehen. "Vorher lag dort nur Schotter, der aber bei dem Unwetter Ende Juli weitgehend weggespült wurde", sagte Bürgermeister Denis Loeffke (CDU). Jetzt habe das von den Hängen kommende Wasser keine Angriffsflächen mehr.

Der grundhafte Ausbau des Brink war schon vor zwei Jahren beschlossen worden. Doch kurz bevor es soweit sein sollte, brachen geplante Gewerbesteuereinnahmen weg, und das Vorhaben musste laut Loeffke auf Eis gelegt werden.

"Zwar fehlt uns auch jetzt das Geld für einen grundhaften Ausbau, doch mit dem neuen Belag kann zumindest vermieden werden, dass der Schotter weggespült wird", sagte der Bürgermeister. Finanziert wurden die jüngsten Arbeiten aus dem Stadthaushalt.

Loeffke will beim vorbeugenden Hochwasserschutz weiter am Ball bleiben. Allerdings sind andere Vorhaben nicht so schnell zu bewerkstelligen, wie die Probleme am relativ kleinen Brink. "Für den neuen Schutzwall vor der Tankstelle und dem Gewerbegebiet liegt inzwischen die Baugenehmigung vor - leider mit etwa vierwöchiger Verspätung", informierte Loeffke, der nicht genau sagen konnte, ob der Wall von der Ilsebrücke bis zu den Garagen im Bereich Karlstraße noch in diesem Jahr gebaut werden kann. Dies sei aber letztlich eine Entscheidung des Landesamtes für Hochwasserschutz, das nicht nur Bauherr sei, sondern auch die gesamte Finanzierung bewerkstellige.