Acht neue Wegweiser sind in Rübeland aufgestellt worden und zeigen tausenden Touristen besser den Weg. Zudem ist das zweite einzigartige Schild mit Höhlenbär restauriert, das dritte soll folgen.

Rübeland l Fragen nach dem Weg im viel verzweigten Rübeland dürften nun seltener gestellt werden. Insgesamt acht Wegweiser mit 17 Schildern wurden in Zusammenarbeit von Harzklub, Arbeitsförderungsgesellschaft (AFG) und Nationalpark Harz aufgestellt. Sie zeigen nun eindeutiger, wo es lang geht. Etwa zum vielbesuchten Hexenstieg, zu den Stempelstellen der Harzer Wandernadel auf dem Hohen Kleef und dem Schornsteinberg. Ebenso zu den Burgruinen Birkenfeld und Susenburg sowie natürlich auch zum Besuchermagneten namens Rappbodetalsperre.

Rund 200 000 Tagesgäste hat allein Rübeland in der Stadt Oberharz pro Jahr, wie Tourismusbetriebschefin Cathleen Hensel informierte. "Da ist es schon wichtig, dass die Besucher so gelenkt werden, dass sie schnell zu ihren Zielen kommen", so Hensel. Häufig habe es Fragen gegeben, um etwa die Zeit zwischen den Höhlenführungen für einen Abstecher in die Umgebung zu nutzen. Doch oft fanden die Touristen nicht gleich auf den rechten Weg.

Koordiniert vom Tourismusbetrieb wurden daher vor allem an den Großparkplätzen sowie auch an den Brücken neue Wegweiser aufgestellt, wie Harzklub-Wanderwart Klaus Bergen erläuterte. Eventuell soll in die leere Spitze der Wegweiser noch ein Zeichen eingearbeitet werden, hieß es gestern an der Feuerwache.

Dort steht nicht nur einer der neuen Wegweiser, sondern auch eines der handgeschnitzten Ortseingangsschilder Rübelands. Es strahlt geradezu in der Herbstsonne dieser Tage. Und das hat seinen Grund. "Mit Hilfe von Sponsoren, AFG, Tourismusbetrieb und Malerfachleuten ist es uns gelungen, diese einzigartige Ortstafel zu restaurieren", sagte Harzklub-Kulturwart Ralph Ehrt. Er begrüßte am Dienstag am Parkplatz an der Rübeländer Feuerwache alle am Projekt beteiligten Partner zur Begutachtung des Werkes - und sah zufriedene Gesichter am großen Schild mit Rübeländer Bär.

Der altertümliche Petz grüßt nun wie sein 2013 sanierter Bruder am Freibad Bodeperle alle Besucher in frischen Farben. Daran erinnernd, dass sich der Gast nicht irgendwo, sondern im Höhlenort Rübeland befindet, wo einst die sagenumwobenen Höhlenbären hausten.

Erstellt hat die Schilder der Schnitz- und Modellbaumeister Erhard Sorge (1928-2011). Der Neuwerker war aktiv im Harzklub und fertigte Anfang der 1990-er Jahre die Begrüßungstafeln zur touristischen Ausgestaltung seines Heimatortes. Sie werden seit dem in Ehren gehalten. Insgesamt gibt es drei Schilder an allen Ortseingängen Rübelands. Das dritte an der Straße zur Rappbodetalsperre und nach Hasselfelde soll als nächstes saniert werden, so Ehrt. Erst einmal werde jedoch überlegt, das dritte Schnitzschild wegen der anhaltenden Straßenbauarbeiten an dessen Standort zum Schutz erst einmal abzubauen und einzulagern.

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