Die Lagerhallen am Köhlerteich sind mit Splitt und Streusalz gefüllt, die Kehrmaschinen gewartet. Die Mitarbeiter des Wernigeröder Bauhofs sehen sich für den nahenden Winter gerüstet.

Wernigerode l 300 Tonnen Salz und 400 Tonnen Splitt füllen die Hallen am Köhlerteich. Dazu kommt das Streugut, das in Schierke gelagert wird. "Der Winter kann kommen", sagt Jörg Löffler, der stellvertretende Leiter des Wernige-röder Bauhofs. "Wir sind vorbereitet." Zwölf Fahrzeuge für Wernigerode und die Ortsteile sowie die Schneefräse speziell für Schierke stehen bereit. Ebenso die Maschinen für die Handreinigung.

Auch wenn die Temperaturen derzeit eher an den Spätsommer erinnern, müssen letzte vorbereitende Arbeiten erledigt werden. Die Räumschilder der Kehrfahrzeuge werden gewartet. Die Splitttonnen, die im Stadtgebiet aufgestellt werden sollen, werden gefüllt.

Löffler und seine Kollegen sind seit Jahren ein eingespieltes Team. In der kalten Jahreszeit sind die Einsatzleiter täglich ab 2 Uhr morgens unterwegs und machen Kontrollfahrten. "Bis 3 Uhr wird entschieden, welche Strecken geräumt und gestreut werden müssen", so Löffler. "Danach wecken wir die Kollegen, die Bereitschaft haben, telefonisch, damit wir um 4 Uhr starten können. Bei eindeutiger Wetterlage sind die Kollegen generell um 4 Uhr hier." Unterstützt werden die Mitarbeiter des Bauhofs und des Gartenamtes von drei Privatunternehmen in Wernigerode und einem in Schierke mit eigenen Fahrzeugen und Personal.

Bis 7 Uhr, wenn wochentags der Berufs- und Schulbusverkehr einsetzt, müssen die Straßen im Stadtgebiet und in den Ortsteilen von Schnee und Eis geräumt sein, sonnabends bis 8 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr. "Wenn es weiter schneit, sind auch wir weiter bis 20 Uhr im Einsatz."

Vorrang haben Hauptverkehrsstraßen sowie Zubringerstraßen zu Krankenhaus, Feuerwache und Polizei. Danach sind alle Nebenstraßen einschließlich Radwege, Parkplätze, Gehwege vor städtischen Grundstücken, Wohngebiete und die wenig befahrenen Stadtrandgebiete an der Reihe.

Ob das Streugut für diesen Winter reicht, lasse sich schwer abschätzen, sagt Jörg Löffler. "Von der letzten Saison sind jeweils 100 Tonnen Splitt und Salz übrig geblieben." Eine Woche lang habe damals extreme Glätte geherrscht. "In diesen Tagen haben wir viel Streugut verbraucht. Ohne diese Woche wäre der Winter komplett ausgefallen." Wünsche für die aktuelle Saison hat Jörg Löffler nicht. "Was kommt, das nehmen wir mit."