Bad Harzburg/Ilsenburg (im) l Die drei Luchse "Alice", "Ellen" und "Paul" sind bislang spurlos verschwunden. "Wir haben viele Hinweise, aber nichts Verwertbares", sagte Ole Anders am Donnerstag der Volksstimme. Der Experte: "Es ist auch sehr schwierig, denn Luchsbeobachtungen kommen im Harz schon mal vor." Die Chance, dass die drei gut ein Jahr alten Tiere überleben können, hält Anders für "nicht so klein". Sie müssten sich allerdings mit der Situation auseinandersetzen, kein Futter mehr geliefert zu bekommen. Außerdem sei es wahrscheinlich, dass die Katzen Artgenossen in deren Revier in die Quere geraten. Anders: "Das kann zu Auseinandersetzungen führen und sehr ernst werden." Manchmal würden solche Kämpfe sogar tödlich enden. Der Leiter des Luchsprojektes glaubt im Übrigen, dass sich das Trio inzwischen getrennt hat. Ole Anders: "Das Männchen hatte keine große Bindung an die beiden Mädels."

Unbekannte hatten am Dienstag, 4. November, zwischen etwa 16 und 21 Uhr das Schau-Gehege des Nationalparks Harz an der Rabenklippe bei Bad Harzburg geöffnet und den Pinselohren so zur Flucht verholfen (wir berichteten). Nach Volksstimme-Informationen soll es sich bei den Tätern um militante Tierschützer handeln. Darauf deute die professionelle Begehungsweise beim Zerschneiden der beiden Schutzzäune hin. Offiziell bestätigen mochte dies allerdings niemand. Hinweise werden weiter von Ole Anders unter Telefon 01 70/ 2 06 11 23 erbeten. Zeugen können sich auch bei der Polizeiinspektion Goslar unter Telefon (0 53 21) 33 90 melden.

Weitere Infos unter www.luchsprojekt-harz.de und www.wilde-katzen.eu