Die ganze Palette ihres Hobbys haben Timmenrodes Kleintierzüchter mit befreundeten Vereinen präsentiert. Die Gemeinschaft besteht bereits seit 30 Jahren.

Von Egmont Uhlmann

Timmenrode l Der Kleintierzüchterverein Timmenrode besteht seit 30 Jahren. Ein guter Grund, eine große Jubiläumsausstellung zu organisieren. Etwa 15 Aussteller aus Timmenrode sowie aus Hoym, Blankenburg und Wernigerode beteiligten sich daran und hatten gut 80 Käfige mit ihren Zuchtergebnissen im Dorfgemeinschaftshaus aufgestellt. Von der Warzenente bis zum Zwergkaninchen konnten die Besucher an zwei Tagen alles was hoppelt, kräht, flattert und schnattert bestaunen.

"Vor drei Jahrzehnten waren die Ausstellungen wohl noch eher lokale und vereinseigene Veranstaltungen", erinnert sich André Martinke als langjähriger Vereinsvorsitzender und eines der damaligen Gründungsmitglieder der Kleintierzüchtergemeinschaft. Am 19. Februar 1984 hatte er zusammen mit Hans-Jürgen Stragewski und Günter Minstedt sowie weiteren Kleintierzüchtern den Timmenröder Verein ins Leben gerufen. Damals noch als Sparte unter dem Dach des Vereins der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK). Es seien schöne, aber auch mit ihren vielen Vorschriften sehr anstrengende Zeiten gewesen, erinnern sich die noch aktiven Gründungsmitglieder zurück.

Ursprünglich gab es die Ausstellungen stets im Untergeschoss des Sportlerheims. Später zogen sie in die Turnhalle der einstigen Timmenröder Schule, dem heutigen Dorfgemeinschaftshaus, um.

"Das schwerste Jahr war für uns 1989", berichten die Kleintierzüchter aus ihrem Vereinsleben. Damals sei ihre erste Ausstellung genau auf den Tag der Grenzöffnung gefallen. "So hatten wir gerade einmal zwei Besucher vor unseren Käfigen", bedauern sie noch heute.

Das habe sich inzwischen deutlich verbessert, sagt der seit zehn Jahren die Geschicke der Gemeinschaft führende Vereinschef Günter Elstermann. Obwohl es auch bei den Timmenröder Kleintierzüchtern Nachwuchssorgen gebe, sei das Interesse junger Tierfreunde groß. Nur leider habe, wer irgendwo nah oder fern angestellt sei, kaum Zeit für das schöne Hobby. Oder die Tierfreunde seien inzwischen bereits zu alt für die schöne, aber nicht immer leichte Vereinsarbeit. Deshalb sind interessierte Tierfreunde immer gern willkommen.