Seit langem wünschen sich die Mitglieder des FC Einheit Wernigerode einen Kunstrasenplatz für den sportlichen Nachwuchs. Dank eines Vereinskredits wird die Idee nun umgesetzt. Die Arbeiten sollen im Frühjahr abgeschlossen werden.

Wernigerode l Das Gelände vor dem Mannsbergstadion in Hasserode ist nicht wiederzuerkennen. Die alten Baracken sind verschwunden, ebenso wie einige Bäume und die Asphaltdecke vor dem Fußballplatz des FC Einheit. Für 200 000 Euro soll hier ein Kunstrasenplatz entstehen.

"Wir brauchen den Platz, um den Spiel- und Trainingsbetrieb unseres Nachwuchses aufrecht zu erhalten", sagt Lars Ahlsleben vom Vorstand des Wernigeröder Sportvereins auf Volksstimme-Nachfrage. Gut 100 Kinder und Jugendliche trainieren regelmäßig beim FC Einheit. Doch die Voraussetzungen sind nicht optimal. Im Winter kann der Hartplatz an der Bielsteinchaussee nicht bespielt werden. Die Kinder mussten bisher auf den Asphalt vor dem Stadion oder auf die Sportstätte am Gießerweg ausweichen.

So kann es nicht weitergehen, waren sich die Sportler einig. Um den Kunstrasenplatz zu finanzieren, hat der Verein einen Kredit aufgenommen. Zudem haben Stadt- und Kreisverwaltung sowie einige Sponsoren finanzielle Unterstützung zugesichert.

In mehreren Arbeitseinsätzen haben die Vereinsmitglieder die Baracken ausgeräumt. "Einen der Bungalows haben wir mit bloßen Händen abgerissen", sagt Lars Ahlsleben. Den Rest erledigte der Bagger. "Den Baracken weinen wir keine Träne nach." Früher seien die Gebäude an der Amtsfeldstraße als Fitnessräume, Kassenhäuschen und sogar als Übernachtungsstätte für Spieler genutzt worden. Inzwischen waren sie stark baufällig und boten keinen schönen Anblick mehr. Mit dem neuen Kunstrasenplatz würden sich die Trainings- und Spielbedingungen für die Nachwuchskicker deutlich verbessern.

Dank der Beleuchtung könne der Platz zu jeder Tages- und in jeder Jahreszeit bespielt werden. Außerdem sei die Verletzungsgefahr dort geringer als beispielsweise auf Asphalt. "Durch ein Gummigranulat werden Stürze auf den Boden abgefedert."

Sportliche Betätigung sei wichtig - gerade für Kinder, sagt Ahlsleben. Sport fördere soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und individuelle Stärke. Außerdem sei es gesund, sich zu bewegen. Deshalb liege dem Verein die Nachwuchsförderung am Herzen.

Noch in diesem Jahr soll mit den ersten Arbeiten begonnen werden, kündigt er an. "Wir hoffen, dass wir den Unterbau samt Drainagen noch vor dem Wintereinbruch fertigstellen." Die Arbeiten sollen im Frühling beendet werden.

Noch in den Sternen steht, wann das geplante Vereinsheim mit Umkleide- sowie Sanitärräumen, Sprecherkabine, Schulungs- und Kraftraum sowie Büros realisiert wird. Der Förderantrag für das 1,1-Millionen-Euro-Projekt sei vom Land abgelehnt worden. "Wir werden den Antrag für das nächste Jahr erneut einreichen und hoffen, dass er diesmal genehmigt wird", sagt Lars Ahlsleben.

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