Stiege l Um die Holzkirche in Albrechtshaus vor dem Verfall zu bewahren, soll sie nach Stiege umgesetzt werden. "Darüber sind wir uns einig", sagte Stieges Ortsbürgermeister Helmut Hoppe (Wählergemeinschaft Heimat Stiege) am Dienstagabend im Gemeindesaal. Die elf Einwohner, die sich dort versammelt hatten, wollen nun den "Förderverein zur Umsetzung und Instandsetzung der Stieger Stabkirche" gründen, der das Vorhaben vorantreibt.

Eine der Fragen, die zu klären ist, ist die nach dem künftigen Standort des Gotteshauses. Matthias Wenzel wäre dafür, die Kirche beim Stieger Schloss aufzustellen. Dort sei immer jemand da, eine Aufsicht somit gewährleistet. Und die Zahl der Besucher nehme zu. "Das Interesse am Schloss wächst", so Wenzel. Eine Option sei der Standort aber nur, wenn die Stadt das Grundstück geschenkt bekomme - dem stehe der Eigentümer offen gegenüber, wie Wenzel im Gespräch erfahren hat.

Das sei die Voraussetzung, bestätigte Helmut Hoppe - es sei zu unsicher, die Kirche auf Privatgrund umsetzen zu lassen. Dennoch ist er skeptisch. "Allein das Ausmessen eines Grundstücks kostet mehr als der Kauf." In kommunalem Besitz sei hingegen eine Fläche am Bahnhof, die groß genug sei. Denkbar sei, in diesem Zuge die Bahnhofsgaststätte neu zu beleben. Architektonisch passe die Kirche besser ins Schlossensemble, gab Sybille Ziesenhenne zu bedenken. Auf den Weg dorthin würden sich bei Abendveranstaltungen aber nur wenige begeben, hielt Gerhard Lutze entgegen.

Welcher Standort der beste sei, hänge von der geplanten Nutzung ab, so Wenzel. Über diese wird bei der Gründungsversammlung diskutiert. Sie findet am Montag, 8. Dezember, um 19Uhr im Gemeindesaal Stiege statt. Für den Vorsitz kandidiert Helmut Hoppe, als Stellvertreter treten Gerhard Lutze und Sybille Ziesenhenne an, Schatzmeister möchte Marco Brandt werden, Schriftführer Matthias Wenzel.

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