Die bei Ausgrabungen seit den 1990-er Jahren gefundenen Gebeine am Kloster Drübeck sind auf dem Ortsfriedhof erneut beigesetzt worden.

Drübeck l Menschliche Knochen aus mehreren Jahrhunderten sind auf dem Drübecker Ortsfriedhof beigesetzt worden. Im Grabfeld der Äbtissinnen haben die Gebeine von Unbekannen einen würdigen Platz gefunden. Pfarrer Michael Bornschein, der Rektor des Pastoralkollegs am Kloster, bezeichnete die Beisetzung als Akt der Pietät. Gemeinsam mit Pfarrerin Ulrike Hackbeil aus der evangelischen Gemeinde Darlingerode/Drübeck geleitete er die menschlichen Überreste zu ihrer letzten Ruhestätte. Begleitet wurden sie von mehreren Mitarbeitern des Klosters. An der Grabstätte selbst erwiesen auch mehrere Einwohnern Drübecks den unbekannten Verstorbenen die letzte Ehre.

Die Skelette stammen vor allem aus wissenschaftlichen Grabungen, die Ende der 1990-er Jahre im Kloster erfolgten. Zumeist befanden sich die Funde im nördlichen Teil der Klosterkirche St. Vitus, was auf einen so genannten Gottesacker hindeutet. Vor Jahrhunderten wurden die Verstorbenen auf geweihtem Boden in der Nähe von Kirchen bestattet. In Drübeck wurde erst vor etwa 200 Jahren die erste Äbtissin auf dem Ortsfriedhof beigesetzt.