Die Harzer Arbeiterwohlfahrt mausert sich zu einem immer größeren Anbieter von Altenheimplätzen in der Region. Der Neubau in Hasselfelde wächst und sorgt zugleich für Gerüchte. "Schon ausgebucht" und "Lange nicht fertig", heißt es. Beides stimmt nicht.

Hasselfelde l Schon der Baustart vor fast genau einem Jahr hat in Hasselfelde für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Vor allem unter den zahlreichen älteren Einwohnern fand Anklang, dass im alten Gänsebruch von Hasselfelde, am Ende der Bruchstraße, ein neues Altenheim entstehen soll.

Mit Argusaugen wurden die Baufortschritte den ganzen Sommer und Herbst über interessiert verfolgt. In mancher Familie wurde auch darüber nachgedacht, ob da nicht ein Plätzchen für Oma oder Opa genutzt werden sollte. Allerdings machten auch bald Gerüchte die Runde, wonach das Haus "längst" ausgebucht und "so schnell" nun auch gar nicht bezugsfertig sei.

"Wir werden insgesamt 49 Einzelzimmer für ebensoviele ältere Bürger einrichten, zurzeit gibt es 15 Anmeldungen dafür", sagt Jürgen Kraus vom Regionalverband Harz der Arbeiterwohlfahrt, Sitz Mansfeld, auf Volksstimme-Nachfrage. Der Regionalverband baut das neue Seniorenhaus, und der mit Erfahrung aus Blankenburg ausgestatte Kraus wird in Hasselfelde Heimleiter, wie informiert wurde. "Unser Plan ist, am 17. Januar zu einem Tag der offenen Tür einzuladen, bei dem sich jeder über das Haus und die Möglichkeiten genauestens informieren kann", so Jürgen Kraus. Dann sollen auch mehr Details über Modalitäten und Preise für einen Einzug feststehen. Der Einzug selbst könne auch im Januar starten, sofern die Baufortschritte wie geplant verwirklicht werden. "Bisher hatten wir Glück mit dem Bauwetter", so Kraus auch gegenüber Hasselfeldes Bürgermeister Heiko Kaschel (parteilos), der sich über den Stand der Dinge vor Ort informierte.

"Tolle Sache", lobte Kaschel die Investition und das Engagement der Arbeiterwohlfahrt. Der Bedarf an Altenheimplätzen sei in Hasselfedle groß, und er finde es gut, so der Bürgermeister, dass die künftigen Bewohner eigene Möbel mitbringen können. "An denen hängen ja ältere Menschen oft sehr", so Kaschel. Er betonte auch die Schaffung von Arbeitsplätzen. Neun Pflegerinnen und Pfleger sind laut Kraus für die Anlaufphase bereits verpflichtet. Mit wachsendem Einzug soll das Personal bis auf etwa 30 Mitarbeiter verstärkt werden.

Insgesamt führt die Harzer Arbeiterwohlfahrt künftig dann vier Altenheime - in Eisleben, Blankenburg, Wansleben/Mansfelder Land und Hasselfelde, wo sie auch den Kindergarten in Obhut hat.

 

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