Wernigerode (isi) l Der Wernigeröder Stadtrat wird auch im kommenden Jahr mit Vorlagen und Material in Papierform versorgt. Der Beschluss über die Einführung der digitalen Stadtratsarbeit und damit über einen Zuschuss von 600 Euro pro Mitglied (300 pro sachkundigem Einwohner) für die Anschaffung eines Laptops wurde verschoben.

"Zwar hat sich eine Arbeitsgruppe intensiv mit der Umsetzung befasst", so Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos). Aber wahrscheinlich seien die Informationen aus der Arbeitsgruppe nicht ausreichend in die Fraktionen geflossen, so Gaffert. "Wir werden im Frühjahr erneut darüber diskutieren." Es sei falsch zu behaupten, die Fraktionen hatten nicht ordentlich gearbeitet, meldete sich Sabine Wetzel (Grüne) zu Wort. Die Richtlinie weise Hürden und Stolpersteine auf, die beseitigt werden müssten. "Im Kulturausschuss haben wir uns darauf verständigt, alle Anfragen und Änderungswünsche in den Fraktionen zusammenzutragen und in die Arbeitsgruppe zu geben", so Wetzel. Dennoch könne jeder, der es möchte, bereits digital arbeiten. André Weber (CDU) bedauerte die Verzögerung. "Es ist schade, dass wir nach einem Jahr Beratung in der Arbeitsgruppe keinen Beschluss fassen." Die AG habe sich fraktionsübergreifend Gedanken gemacht, alle Anfragen seien berücksichtigt worden.