Vor fast genau einem Jahr stürzte ein riesiger Felsbrocken vom Ilsenburger Meineberg gegen das Waldhotel. In diesen Tagen beginnen die Sicherungsarbeiten, um weiteren Ereignissen dieser Art vorzubeugen.

Ilsenburg l Am Ilsenburger Meineberg haben die Sicherungsarbeiten vor erneuten Steinschlägen begonnen.

Am 15. Dezember des vergangenen Jahres war ein mehr als drei Tonnen schwerer Stein am Hang in Richtung Ilsetal herunter gerollt und gegen die Fassade des Waldhotels gekracht. Menschen kamen damals nicht zu Schaden, der Sachschaden ging in die Tausende. Der Stein ziert heute als Erinnerung den Eingangsbereich des Waldhotels. Der Unfallort wurde sofort von der Bergsicherung untersucht. Zunächst wurden als einige Bäume quergelegt, um weiteren herab rollenden Steinen als Sperre zu dienen. Die eigentliche Gefahrensicherung bedurfte weitgehender Planungen, die nun abgeschlossen sind und umgesetzt werden.

Nach Auskunft aus dem Ilsenburger Rathaus wird der Hang des Meineberges an drei besonders gefährlichen Stellen gesichert. Dazu werden Anker in das feste Gestein getrieben, an denen später Netze und Gurte befestigt werden. Dies soll nach Auskunft von Fachleuten weitere herabstürzende Steine verhindern.

Die jetzigen Sicherungsarbeiten sollen - so das Wetter weiter schneefrei bleibt - bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Die Kosten von etwa 40000 Euro trägt die Stadt allein, denn sie ist Eigentümer des Meineberges. Der Nationalpark als Verwalter des Berges und auch das Magdeburger Landwirschafts- und Umweltministerium haben eine finanzielle Beteiligung abgelehnt.