Wernigerode/Halberstadt (dl/jbs) l Das Sturmtief "Alexandra" wütet seit Mittwochmorgen in Sachsen-Anhalt und sorgt insbesondere im Harz für teilweise orkanartige Böen. Auf der Bundesstraße 6 wurde der Sturm am frühen Morgen einem 42 Jahre alten Lkw-Fahrer zum Verhängnis. Der Orkan fegte den mit Styroporplatten beladenen Anhänger zwischen Heimburg und Wernigerode-Zentrum buchstäblich von der Straße. Anschließend kippte auch die Lkw-Zugmaschine um. Der Fahrer wurde beim Unfall leicht verletzt. Er wurde von den Rettern aus seinem Führerhaus befreit und kam ins Krankenhaus. Zur Bergung des Fahrzeugs war die Bundesstraße laut Autobahnpolizei bis etwa 12.30 Uhr in Richtung Vienenburg voll gesperrt.

Die starken Windböen hatte das Sturmtief "Alexandra" in den Harz gebracht. Auf dem Brocken wütete laut Stephan Wilke von der Wetterwarte bei minus fünf Grad Celsius ein heftiger Schneesturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometer pro Stunde. "Wir haben hier oben normales Winter-Mist-Wetter", so der Meteorologe. Brockenwanderungen sollte man - wenn überhaupt - nur mit entsprechender Ausrüstung wagen.

Das Wetter bleibe in den nächsten Tagen weiter stürmisch. "Den Höhepunkt des Sturmtiefs erwarten wir am Freitag in unserer Region." Während es im Magdeburger Raum kräftigen Wind gebe, wüteten insbesondere im Raum Wernigerode Orkanböen mit bis zu 80 Kilometer pro Stunde.

In Wernigerode bot sich am Mittwoch vielerorts ein wüstes Bild. "Unsere Mitarbeiter vom Bauhof sind unterwegs, um kleinere Schäden zu beseitigen", teilte Pressesprecher Andreas Meling mit. "Sie stellen unter anderem umgekippte Verkehrsschilder auf."

Auch in Harsleben bei Halberstadt entfaltete der Sturm seine Kräfte. Gerade entleerte Mülltonnen wurden zum "Spielzeug" und von den Windböen immer wieder auf die Straßen gefegt.

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