Die Hasselvorsperre ist für 2,2 Millionen Euro saniert worden. Wanderer können die erneuerte Stauanlage bequem überqueren.

Hasselfelde l Die lange Sperrzeit ist vorbei. Über eine frisch sanierte Mauerkrone mit weißem Geländer gelangen Wanderer wieder von einer Seite der Hasselvorsperre zur andren.

Von einigen Restarbeiten abgesehen, steht die 1959 in Betrieb genommene Anlage beinahe besser da als damals. In knapp acht Monaten Bauzeit ist die Staumauer nach dem neusten Stand der Technik saniert worden. Seit April haben Bauleute einer Osterburger Fachfirma vor allem die 18 Meter hohe und 141 Meter lange Staumauer an der Krone erneuert. Die Tragfähigkeit dieser "Brücke" wurde von zwölf auf 30 Tonnen erhöht, die Anlage insgesamt saniert und modernisiert. Kosten: rund 2,2 Millionen Euro.

Damit sei die Hasselvorsperre nun für Jahrzehnte gesichert und für den Talsperrenberieb besser nutzbar, wurde zur Freigabe am gestrigen Freitag bei Wind und Sprühregen betont. Die Chefs des Talsperrenbetriebes des Landes, Verwaltungsratschef Wolfgang Milch und Geschäftsführer Burkhard Henning, begrüßten dazu neben Landrat Martin Skiebe (CDU) zahlreiche Vertreter des Harzklubs. Ist doch die Mauerkrone Bestandteil eines wichtigen Wanderweges, wie Harzklub-Gesamtchef Michael Ermrich beim Abschreiten der Mauer hervorhob. Auch die Stempelstelle der Harzer Wandernadel, die wegen der Bauarbeiten zweitweise verlegt worden war, soll wieder an die alte Stelle versetzt werden.

Die Hasselvorsperre hat 1,64 Millionen Kubikmeter Stauraum und dient als Filter zur Verbesserung der Wasserqualität. Sie bildet mit der großen Rappbodetalsperre und der Rappbodevorsperre sowie mit den Stauanlagen in Wendefurth, Königshütte und Königshütte/Mandelholz das sogenannte Bodesystem.

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