Der Sternthaler Weihnachtsmarkt in Blankenburg ist Geschichte - aber nur für dieses Jahr. Hartmut Berge, Chef des Organisationsteams, kündigt schon jetzt Überraschungen für die kommende Adventszeit an.

Blankenburg l Zehn Tage Weihnachtstrubel in Blankenburg sind nun zu Ende gegangen. Die Buden, die zwischen Tummelplatz und Markt Besucher lockten, werden nach und nach abgebaut. Für die Mitglieder des Blankenburger Weihnachtsmarktvereins jedoch kein Grund sich auszuruhen. "Das ist ein Ganzjahresgeschäft", sagt der Vorsitzende Hartmut Berge. "Schon ab Januar wird für den nächsten Weihnachtsmarkt geplant: Sponsoren müssen gefunden und Kooperationen geschlossen werden."

Doch zunächst ziehen die zehn Ehrenamtlichen Bilanz für die 2014er Auflage. Eine durchaus positive, wie Berge betont. "Der dauerhafte Regen und der Wind haben natürlich auch Auswirkungen auf die Besucherzahlen gehabt, dennoch war die Stadt an den zehn Tagen voller Menschen, teilweise bis in die späten Abendstunden hinein."

Die Stimmung unter ihnen sei gut und friedlich gewesen. Weder Vandalismus noch Vermüllung der Fußgängerzone seien zum Weihnachtsmarkt Thema gewesen. Zwar habe ein Sicherheitsdienst nachts kontrolliert, einschreiten mussten die Männer jedoch nie. Hartmut Berge: "Darüber sind wir froh. Aus anderen Städten hört man ganz andere Geschichten."

Besuchermagneten seien in Blankenburg vor allem die Schlossweihnacht, das Eröffnungskonzert, die große Lasershow am vergangenen Wochenende und das Lichterfest gewesen. Veranstaltungspunkte, auf die sich die Blankenburger auch im kommenden Jahr freuen dürfen. "Wir haben feste Größen, die immer gut angenommen werden und die wir weiterhin beibehalten wollen", versichert der Vereinschef.

Gleichzeitig wollen er und seine Mitstreiter den Besuchern Abwechslung bieten und überlegen sich Jahr für Jahr neue Attraktionen. "Manches funktioniert, anderes nicht. Aus den Erfahrungen müssen wir dann unsere Schlüsse ziehen." So sei in diesem Jahr der "Scheibenwischer", ein Fahrgeschäft für Jugendliche und Erwachsene auf dem Tummelplatz, nicht so gut angenommen worden, wie erhofft. "Darum planen wir es im nächsten Jahr wohl nicht mehr ein."

Erfolgreich war hingegen das Gewinnspiel "Spur der Sterne", dem mehr als 350 Besucher des Sternthaler Weihnachtsmarktes gefolgt sind. "Es ging darum, Sterne zu finden, die in den Geschäften der Innenstadt verteilt waren", erläutert Mitorganisator Andreas Meyer. 22 Gewinner hat das "Sternthalermädchen" anschließend ausgelost. Der Hauptpreis, ein Fernseher, ging in diesem Jahr an Horst Franke aus Güntersberge.

Ein Gewinnspiel soll auch beim Sternthaler Weihnachtsmarkt im kommenden Jahr stattfinden, kündigt Hartmut Berge an. Für die jüngsten Besucher wird es außerdem einen Märchentunnel in der unteren Etage des historischen Rathauses geben.

Zudem soll 2015 die Zusammenarbeit mit dem Verein "Rettung Schloss Blankenburg" vertieft werden. "Da ich dort ebenfalls Mitglied bin, sollte das kein Problem werden", sagt Berge und lacht.

Der Vorsitzende verrät noch eine Überraschung: Das Symbol des Weihnachtsmarkts, das Sternthaler-Mädchen, wird die Besucher 2015 in Form eines Leuchtbildes begrüßen. "Die Kosten - rund 4000 Euro - haben wir fast zusammen", so Berge erfreut. Das Geld stammt aus Spenden, einem Teil der Standgebühren und der Eröffnungsveranstaltung.