Auch Tage nach der Blankenburger Schlossweihnacht schwärmen die Blankenburger von dem romantisch beleuchteten Innenhof des Schlosses. Verantwortlich dafür sind zwei Studenten, die einen Großteil ihrer Freizeit geopfert haben.

Blankenburg l Opfermann. Dieser Name ist scheinbar Programm. Denn Klemens Opfermann (24) hat mit seinem besten Freund Benedikt Pröpper (24) einen Großteil seiner Freizeit geopfert, um den Blankenburgern und ihren Gästen eine besonders stimmungsvolle Schlossweihnacht zu präsentieren. Mit ihrer aufwändigen Lasertechnik zauberten sie beeindruckende Farbenspiele in den Schlossinnenhof, wie es sie in dieser Form noch nicht gegeben hat. Bereits am Eingang blieben viele Besucher mit den Worten "Ist das schön!" fasziniert stehen.

Kaum jemand ahnt, dass hinter den blau, rot und grün schimmernden Fassaden ein riesiger technischer, logistischer und zeitlicher Aufwand steckt. Und das für gerade einmal ein Wochenende. Für den Verein "Rettung Schloss Blankenburg" ein Glücksfall. Denn eine adäquate Lichtinstallation einzukaufen, wäre wohl kaum bezahlbar. Bereits am Donnerstagabend fuhren die Studenten mit einem Transporter im Schloss vor. Vollgepackt mit Scheinwerfern, Kabeln und Computer. "Am Freitagmorgen haben wir dann alles aufgebaut, die Kabel verlegt, die Lampen in Position gebracht, ein Netzwerk mit WLAN-Router installiert und den Computer programmiert", erläutert Klemens Opfermann. "Das macht schon Spaß", sagt der Mechatronik-Student begeistert. Dem pflichtet auch Benedikt Pröpper bei, der in Leipzig Elektrotechnik studiert. "Es ist toll, sich auf diese Art für das Schloss und Blankenburg einzusetzen." Außerdem stelle es für die beiden Tüftler eine besondere Herausforderung dar: "Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, ein ganzes Schloss zu beleuchten und sich damit auszuprobieren?"

Bereits im vergangenen Jahr hatten die beiden Freunde die Schlossweihnacht in ein stimmungsvolles Licht gesetzt. Doch diesmal wurde es noch einmal übertroffen. "Wir haben unsere Technik immer erweitert und mit immer besserer Steuerung", sagt Klemens Opfermann. "Das schaukelt sich hoch", erklärte er die Faszination an dieser speziellen Technik. Initialzündung war einst eine gekaufte Lichtorgel, die dann auf Schülerpartys zum Einsatz kam. Die beiden werden bis heute nicht müde, neue Technik anzuschaffen und Licht immer neu in Szene zu setzen. "Sämtliches Geld fließt da rein. Das ist halt unser Hobby."

 

Bilder