Heftig wurde um den Ausbau der Wernigeröder Straße gestritten, doch die Wogen scheinen sich geglättet zu haben. Zum Jahresende 2014 ist der erste Abschnitt des Straßenneubaus abgeschlossen worden.

Ilsenburg l Der Neubau der Wernigeröder Straße in Ilsenburg - ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Land und Versorgern - geht gut voran. "Die Arbeiter waren sehr schnell und haben alle unsere Bitten erfüllt", sagt Bürgermeister Denis Loeffke (CDU), nachdem die Bagger über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel still stehen. Das geplante Bauziel wurde für 2014 erreicht, die alte Fahrbahn der Wernigeröder Straße wurde so hergerichtet, dass der Verkehr zum Jahreswechsel problemlos und ohne Ampel passieren kann. Und auch ein Teil des so genannten Sommerweges ist im unteren Bereich der Straße schon weitgehend fertig. Auf ihm sollen im kommenden Jahr die Fahrzeuge rollen, wenn die jetzige Kreisstraße im Rahmen der Bauarbeiten verschwunden ist.

Für die Anwohner - ein Teil von ihnen vereinte sich in einer Bürgerinitiative gegen den Straßenbau - sind die Probleme durch den Straßenbau zwar da, aber damit muss jeder kämpfen, vor dessen Haustür die Straße erneuert wird. "Na klar ist es hier schmutziger als vor den Arbeiten, aber die Arbeiter geben sich viel Mühe, uns Anwohnern die Bauarbeiten so erträglich wie möglich zu gestalten", sagt eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht nennen wollte.

Etwas Kurioses haben die Anwohner auch entdeckt. So verwies ein Mann auf einen Teil der künftigen Straßenbeleuchtung. Eine neue Lampe, die zur neuen Beleuchtung der Wernigeröder Straße gehört, steht etwa 20 Zentimeter von einer gleich großen Lampe entfernt, die zum Lampenstrang der einmündenden Damaschkestraße gehört. "Ich weiß nicht, was das soll, aber ich hätte die Lampe in der Damaschkestraße einfach ein wenig gedreht. Aber vielleicht hat das Ganze ja doch noch einen Sinn", sagt der Mann kopfschüttelnd.

"Anfang Januar wird zum Baufortgang beraten."

Denis Loeffke, Bürgermeister

In den nächsten Tagen ist auf der Baustelle weiter Ruhe. Doch schon bald könnten die Bagger wieder rollen. "Anfang Januar wird beraten, wann es weitergeht. Wichtig bei der Entscheidung sind die Wettervoraussagen. Endgültig fertig werden soll das gesamte Projekt im Frühjahr 2016 - vielleicht aber auch schon eher", sagte Bürgermeister Loeffke. Das Straßenbauprojekt ist vom Umfang und den Kosten her das größte Vorhaben der Stadt im Jahr 2015.

 

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