Die letzte Nacht des Jahres 2014 ist in Wernigerode vergleichsweise ruhig zuende gegangen. Böller im Briefkasten und kleinere Streitereien haben die Polizei nur mäßig in Atem gehalten. Derweil hat ein neuer Erdenbürger im Harzklinikum das Licht der Welt erblickt hat.

Wernigerode l Der kleine Marlon Joel ist ein ruhiger Zeitgenosse. Das Baby verzieht kaum eine Miene, als Mutter Jacqueline Rothe es aus dem Krankenhaus-Bettchen hebt. Um 2.52Uhr ist der Junge auf die Welt gekommen und damit das erste Kind des Jahres 2015 in Wernigerode. "Das war ein guter Start ins neue Jahr", freut sich Vater Robert Bandixen.

Dabei sollte der Sohn des jungen Paares aus Blankenburg ein Christkind werden. Doch Marlon ließ den vorausgesagten Geburtstermin am 26. Dezember verstreichen. Bei der Geburt war er 55 Zentimeter groß und 4160 Gramm schwer. Der 23-jährige Robert und seine zwei Jahre jüngere Lebensgefährtin Jacqueline - beide sind ausgebildete Kinderpfleger - freuen sich darauf, dass Mutter und Sohn bald nach Hause kommen. Zur Geburt gratulierten Oberärztin Karin Drzewiecki, Kinderkrankenschwester Nancy Wildner und Hebamme Tanja Nieweg sowie Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos).

Auf eine ruhige Nacht können derweil die Polizisten des Wernigeröder Revierkommissariats zurückblicken. Um das Böllerverbot in der Innenstadt zu überwachen, waren zusätzliche Beamte im Einsatz. Die meisten Feiernden hielten sich an die Vorschriften. Mehrere kleinere Sachbeschädigungen waren am letzten Tag des Jahres zu verzeichnen. In der Zeit zwischen 14 bis 21 Uhr haben unbekannte Täter den Postkasten in der Ilsenburger Straße mithilfe von Pyrotechnik gesprengt. "Dadurch wurde der Postkasten vollständig zerstört", teilt Andreas Gebhardt vom Polizeirevier Harz mit. Die zum Teil beschädigten Briefsendungen wurden sichergestellt. Wer Hinweise zum Geschehen geben kann, sollte sich im Revierkommissariat Wernigerode unter Telefon (03943) 6530 melden.

Wenn viele Menschen zusammentreffen, bleibt Streit nicht aus. "Es gab im Stadtgebiet ein paar Kleinigkeiten zu schlichten, aber insgesamt war die Nacht sehr ruhig. Es gab in Wernigerode keine großen Störungen. Selbst auf dem Marktplatz war weniger los als in den Silvesternächten der vergangenen Jahre", resümierte der Diensthabende des Neujahrsmorgens, Peter Steffen.

Im Krankenhaus war zu Silvester nicht mehr Betrieb als üblich. "Bei uns gab es keine dramatischen Ereignisse", bilanziert Oberarzt Bernhard Ellendt die Silvesternacht in der Notaufnahme des Harzklinikums. Verletzungen durch Böller waren nicht zu verarzten, einige Stürze wegen Glatteis mussten behandelt werden.

Einen recht ruhigen Jahreswechsel erlebten auch die Wernigeröder Feuerwehrleute. Die Wachbereitschaft musste lediglich am Silvestervormittag um 10.53 Uhr wegen eines brennenden Baums beim Kaufland-Markt am Dornbergsweg ausrücken.