Minsleben l "Der Wernigeröder Ortsteil Minsleben benötigt dringend ein größeres Feuerwehrgerätehaus." Davon ist Bürgermeister Knut Festerling (parteilos) überzeugt. Dieses Problem zu lösen, hat sich der 50-Jährige für 2015 als Schwerpunktaufgabe gesetzt. Der parteilose Kommunalpolitiker wurde im Mai 2014 vom Ortschaftsrat erneut zum Bürgermeister gekürt.

Die bisherige Unterkunft sei für die Technik viel zu klein, zumal dort auch Schulungen der Kameraden abgehalten werden. Dort werde außerdem die im Jahre 2014 deutlich vergrößerte Jugendfeuerwehr mit dem Einmaleins der Brandbekämpfung vertraut gemacht.

Er lobt die "große Einsatzbereitschaft" der Feuerwehrleute für den Brandschutz und in eigener Sache - denn es ist den Kameraden gelungen, die so gut wie nicht mehr existierende Jugendfeuerwehr wieder aufzubauen. Die Kameraden seien auch dann immer zur Stelle, wenn örtliche Feiern stattfinden. Dass Schützenverein und Feuerwehr zusammen feiern, habe sich bei der zweiten Auflage im vergangenen Jahr bewährt. "Deshalb wird es sicherlich 2015 wieder ein gemeinsames Fest geben."

Die Geselligkeit zu fördern, sei wichtig, zumal die Schützen und die Feuerwehr die beiden einzigen aktiven und organisierten Gruppen im Ort sind. "Wir haben nicht so viele Vereine in Minsleben wie unsere Nachbarn", bedauert Festerling.

Umso wichtiger ist es für ihn, dass ein Negativtrend gestoppt wird. Minslebens Einwohnerzahl ist auch im Jahr 2014 leicht zurückgegangen. Rund 2300Einwohner leben in dem Ort. "Bauland gibt es hier, allerdings kein kommunales", so der Ortschef. Es gebe jedoch private Flächen, die zügig bebaut werden könnten. Im Moment kenne er jedoch keine Bauwilligen.

Bedauerlich sei es, dass geplante private Investitionen gescheitert seien. Nachdem bereits aus dem Campingplatz-Projekt südlich der Hundemühle und des Mühlgrabens nichts geworden ist, stehe inzwischen fest, dass auch der Investor aus Halberstadt, der auf dem gleichen Gelände eine Reittouristik mit Pferdepension schaffen wollte, sein Vorhaben aufgibt.

Einen Überblick über die mehr als 1000-jährige Dorfgeschichte gibt Reddebers Ortschronist Horst Schädel, der am Sonntag, 18.Januar, um 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus die Chronik von Minsleben vorstellt. "Ich wünsche mir eine lebhafte Aussprache und sehr guten Besuch", sagt der Bürgermeister und fügt hinzu: "Diese Fleißarbeit meines früheren Bürgermeister-Kollegen aus dem Nachbarort verdient Anerkennung."