Berlin/Goslar (im) l Michael Ermrich gibt sein Amt als Hauptvorsitzender des Harzklubs auf. Das hat der Wernigeröder am Donnerstag auf Volksstimme-Nachfrage bestätigt. Ermrich: "Korrekt ist, dass ich mich am 25. April nicht wieder auf der Jahreshauptversammlung zur Wahl stellen werde." Die Harzklubarbeit, so der 61-Jährige, "hat und hatte für mich eine sehr hohe Priorität." Ermrich begründete seinen Rückzug mit der räumlichen Entfernung und dem hohen Fahraufwand durch seine Tätigkeit als Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes in Berlin. Zudem nannte er die nicht mehr vorhandene beziehungsweise zurückgehende kommunale Bindung bis hin zu unmittelbaren Länderbeziehungen. Der frühere Landrat des Harzkreises (CDU) betonte, er halte es "im Interesse des aus meiner Sicht unverzichtbaren ehrenamtlichen Wirkens des Harzklubs für unsere Harzer Heimat für angebracht und notwendig, diesen auch für mich nicht leichten Schritt nach 20 Jahren zu gehen". Eine eventuelle Nachfolge sei noch in der Diskussion. Die Vereinigung werde darüber zeitnah informieren. Da die Entscheidung per Wahl in einer Mitgliedervesammlung erfolge, "bitte ich um Verständnis, im Interesse der notwendigen internen Abstimmungen, dass ich gegenwärtig keine weiteren Angaben gebe".

Die diesjährige Hauptversammlung des rund 13 500 Mitglieder in 90 Zweigvereinen zählenden Harzklubs ist für Sonnabend, 25. April, um 10 Uhr nach Hahnenklee-Bockswiese einberufen worden. Gerüchte, wonach Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) das Amt anstrebe, fanden bisher keine Bestätigung.