Magdeburg/Wernigerode/Halberstadt (dpa/cm) | Starke Orkanböen haben Sachsen-Anhalt am Samstag fest im Griff gehabt. In Blankenburg sei ein Dach wegen des starken Windes verrutscht, sagte ein Polizeisprecher in Halberstadt. Die Feuerwehr sei vor Ort. Verletzte gab es nicht. Im Harz und in Magdeburg knickten Bäume um. Die Kreisstraße nahe des Harzortes Heimburg wurde am Samstagnachmittag vorsorglich gesperrt. Äste drohten abzubrechen.

Auch das Nationalpark-Besucherzentrum und die Rangerstation Scharfenstein wurden laut Nationalparkverwaltung dicht gemacht. Die Harzer Schmalspurbahn stellte nach eigenen Angaben bereits am Morgen zwischen Wernigerode und Brocken sowie Drei Annen Hohne und Eisfelder Talmühle ihren Betrieb ein.

Das neue Tief namens "Felix" ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am Samstag direkt nach "Elon" aufgezogen. Im oberen Harz sowie im Kreis Jerichower Land, der Stadt Magdeburg und im Kreis Stendal wurde eine Unwetterwarnung vom DWD ausgerufen. Im Laufe des Tages sausten Orkanböen mit noch bis zu 149 Stundenkilometer über den Brocken hinweg. Im Tiefland bei Magdeburg wurden immerhin bis zu 110 Stundenkilometer erreicht.

Bereits am Freitag und in der Nacht zum Samstag waren Polizei und Feuerwehr bei "Elon" im Dauereinsatz. Im Minutentakt rückten sie wegen abgeknickter Äste und beschädigter Dächer aus. Auf der Autobahn 38 bei Querfurt wurde ein Anhänger eines Lastwagens umgeweht. Der Fahrer blieb unverletzt. Auf dem Brocken wurde laut DWD eine Spitzengeschwindigkeit von 161 Stundenkilometern gemessen.