Orkantief "Felix" hat am Wochenende in und um Wernigerode für zahlreiche umgestürzte Bäume gesorgt. Vor allem am Sonnabend war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Wernigerode (isi/msö) l Orkanartige Böen, Regen, Graupelschauer, Blitze und dazwischen Sonnenschein - Sturmtief "Felix" hatte Wernigerode wie auch große Teile Europas fest im Griff. Schäden durch zahlreiche umgestürzte Bäume und glücklicherweise keine Verletzten, so lautet die Bilanz des stürmischen Wochenendes.

Nach einer relativ ruhigen Nacht waren die Sirenen der Wernigeröder Feuerwehr am Sonnabend fast im Minutentakt zu hören. 17 Kameraden waren von 12 bis 23 Uhr mit Kettensägen und fünf Fahrzeugen im Dauereinsatz, hieß es auf Nachfrage von der Feuerwehr.

Gegen Mittag wurden die Brandschützer zur Winde gerufen. Gleich zehn Bäume waren auf die Straße gestürzt, die auf den Armeleuteberg führt. Die Straße musste vorübergehend gesperrt werden. Im Humboldtweg und im Eschenweg drohten Bäume auf Häuser zu kippen. In der Louis-Braille-Straße sorgte ebenfalls ein Baum für Gefahr. Anwohner befürchteten, er würde auf die Straße und gegen eine Stromleitung fallen.

Auf dem Busbahnhof lösten sich Dachteile aus der Verankerung. Am Schreiberteich neben der Kaufland-Tankstelle stürtze ein Stromkasten um. In der Minslebener Straße war ein Baum auf den benachbarten Müllplatz gefallen. Auch im Christianentalweg und in der Benzingeröder Chaussee waren Bäume auf die Straße gekippt. Das Mühlental musste von 18.39 bis bis 21.45 Uhr für den Verkehr gesperrt werden. Ein Baum drohte auf eine Brücke und ein Haus zu stürzen.

Gegen 22 Uhr wurden die Wehrleute wegen eines Wasserschadens in den "Altstadtkreisel" gerufen. Der Abfluss wurde abgesaugt und gereinigt, bis das Wasser wieder ungehindert abfließen konnte.

Nach dem arbeitsreichen Sonnabend lobte die Wehrleitung die beteiligten Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz. Der Sonntag war für die Brandschützer deutlich ruhiger. Bis Redaktionsschluss rückten sie lediglich einmal aus. Zwischen der B 6-Auffahrt Wernigerode Nord und der Brauerei waren zwei kleine Bäume auf die Straße gefallen.

Wie die Nationalparkverwaltung informierte, wurden die Ranger wegen des Unwetters am Wochenende vom Brocken, der Rasthütte und der Rangerstation Scharfenstein abgezogen. Das Nationalpark-Besucherzentrum Brockenhaus wurde geschlossen. Auch die Brockenbahn stellte ihren Betrieb ein.

 

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