Nach der Touristinfo in Wernigerode bietet jetzt auch der Bürgerpark seinen Gästen einen nicht alltäglichen Service: Kostenlosen Internet-Zugang über WLAN.

Wernigerode l Kostenlos im Internet surfen, und das, ohne zu Hause vor dem Computer zu sitzen. Das soll bald im Wernigeröder Bürgerpark möglich sein. Chefin Marlies Ameling hat am Hauptgebäude vor wenigen Tagen einen öffentlichen WLAN-Zugang installieren lassen, der jetzt in den Testbetrieb geht. Ob es funktioniert, das werden die Wernigeröder, aber vor allem ihre Gäste aus dem In- und Ausland, spätestens nach dem Saisonstart Mitte April erleben können.

Diese, aber auch Studenten, die es sich im Park gemütlich machen und dabei auf Smartphone oder Tablet nicht verzichten wollen, hat Ameling besonders im Blick. Schließlich ist es gerade für ausländische Gäste ziemlich teuer, wenn sie im deutschen Funknetz unterwegs sind.

Andernorts ist es durchaus üblich, seinen Gästen solch einen Service anzubieten, weiß die Bürgerpark-Chefin und berichtet von einer Reise nach Marokko. "Dort gab es in jeder Oase freies Internet." Was in der Wüste möglich ist, sollte auch im heimischen Wernigerode funktioneren, so ihre Hoffnung.

Das kann es in der Tat, bestätigt Axel Gebhardt von der Wernigerode Tourismus GmbH. Die Touristinfo am Marktplatz bietet seit dem Sachsen-Anhalt-Tag ebenfalls freien Internetzugang für Besucher an - mit durchschlagendem Erfolg. "Unser Sofa ist immer voll", sagt Gebhardt. Die Besucher der Touristinfo machen es sich dort gemütlich, schauen nach ihren Mails, informieren sich im Internet über die Stadt und manch einer nimmt sich die Zeit und liest online ein Buch oder Zeitungen. Für selbstverständlich halten die Gäste das Angebot nicht, sagt Gebhardt: "Die meisten sind überrascht."

Die Technik dafür stammt von dem Berliner Unternehmen "Airfy"und ist recht kostengünstig. Marlies Ameling, die das gleiche System installiert hat, musste lediglich 200 Euro bezahlen. Die WLAN-Nutzer surfen zwar im Netz von Touristinfo oder Bürgerpark, sind aber technisch von den Computern dort getrennt. Der Anbieter sollte also genügend Bandbreite vorhalten, die Touristinfo hat dazu extra aufgerüstet. Auf der anderen Seite gelten die Nutzer als Airfy-Kunden. Egal, was sie im Internet anstellen, Touristinfo oder Bürgerpark können dafür nicht verantwortlich gemacht werden.

Marlies Ameling jedenfalls ist sehr angetan von der Idee. Schließlich kann sie jeden Tag im Bürgerpark beobachten, wie wichtig ihren Gästen mittlerweile solche Angebote sind. Und das betrifft nicht nur die Jugendlichen, hat sie am Beispiel der an den Modellen des Miniaturparks angebrachten QR-Codes festgestellt. "Da stehen 70-Jährige und scannen den Halberstädter Dom".