Zahlreiche Besucher strömen am Wochenende in das neue AWO Seniorenzentrum in Hasselfelde. Sie zeigen sich angetan von dem hochmodernen wie formschönen Bau. Einige kritisieren den Zustand der Zufahrtsstraße.

Hasselfelde l Alte und junge Paare, einzelne Spaziergänger, vor allem aber immer wieder Familien sind am Sonnabendnachmittag in die Bruchstraße von Hasselfelde gefahren und gegangen.

Dort öffnete das von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gebaute Seniorenzentrum Hasselfelde erstmals die Türen. Mit einem so großen Zustrom hatte das Team um Heimleiter Jürgen Kraus kaum gerechnet, war aber vorbereitet. Die Gäste wurden nach und nach durch den Rundbau mit seinen zwei Etagen geführt, bekamen Fakten zu hören und Prospekte in die Hand.

Der 4,7 Millionen teure Bau beherbergt 49 Einzelzimmer, Gruppenräume, Küchen, moderne Sanitäreinrichtungen und einen Liege-Balkon mit Blick zur Hasselfelder Kirche. Dazu beleuchtete Handläufe, WLAN-Anschlüsse, Frisör im Haus und vieles mehr.

Von "Nicht schlecht!" und "Sieht ja gut aus" reichten die spontanen Urteile der Besucher. Zuvor schon hatte Hasselfeldes Ortsbürgermeister Heiko Kaschel (parteilos) das Haus bei der offiziellen Eröffnung mit Programm der Kindergartenkinder gelobt. "Von der Wiege bis zur Bahre ist alles kommunal", so Kaschels Spruch, und ein "vernünftiges Altenheim" gehöre dazu. Kaschel dankte allen am Bau Beteiligten für ihr Engagement.

"Was lange währt, wird gut", sagte Volker Mittelstädt, ehrenamtlicher Vorstandschef des AWO-Regionalverbandes Harz, der als Bauherr und Betreiber fungiert. Erste Absprachen für das Seniorenzentrum habe es schon 2006 gegeben.

Dann aber dauerte es acht Jahre, davon allein drei für die Grundbucheintragung, um alle Voraussetzungen zu schaffen und den eigentlichen Bau beginnen zu können. Der dauerte dann nur knapp ein Jahr. Hasselfelde habe nun eins der modernsten Altenheime der Region, hieß es, ein Haus der 4. Generation mit musikpädagogischer Betreuung und speziellen Heimplätzen für Demenzkranke. Die zahlreichen Besucher begutachteten alles. So auch Ruth Herschelmann aus Hasselfelde mit Stephanie Herschelmann und Karin Schomburg. Alle drei sagten, der Neubau sei nötig gewesen und sehr schön geworden.

Kritik gab es am Rande wegen der kaputten Bruchstraße zum neuen Seniorenzentrum. Die Straßenreparatur, so hieß es, sollte im Interesse des Heims und der Anwohner nicht vergessen werden.

Am heutigen Montag, informierte der Heimleiter, ziehe der erste Heimbewohner ein.

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