Halberstadt/Quedlinburg (dl) l Ein schwerer Fall von Kindesmissbrauch sorgt im Harzkreis für Entsetzen. Eine 35 Jahre alte Frau aus Quedlinburg soll ihre erst zehnjährige Tochter für sexuelle Dienste bundesweit an Männer verkauft haben. Hauke Roggenbuck von der Staatsanwaltschaft in Halberstadt bestätigte gegenüber der Volksstimme entsprechende Ermittlungen gegen die Frau.

"Die Taten sollen im Zeitraum zwischen 2010 und Anfang 2014 passiert sein - anfangs war das Mädchen erst zehn Jahre alt", so der Oberstaatsanwalt. Die 35-jährige Quedlinburgerin, die in der Vergangenheit bereits mit Bagatelldelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten sei, befinde sich seit 23. Dezember auf Beschluss des Amtsgerichtes Quedlinburg in Untersuchungshaft.

Die Ermittler prüfen gegenwärtig, ob und inwieweit auch eine Freundin des Kindes sexuell missbraucht worden sein könnte. Oberstaatsanwalt Roggenbuck zeigte sich über den Fall erschüttert: "So etwas haben wir hier auch noch nicht erlebt."