Der Stadtchef appelliert an Politiker, das Besucherbergwerk zu erhalten. Unterstützung kommt auch aus dem Nachbar-Bergwerk "Büchenberg".

Elbingerode l Beide Bergwerksmuseen sind zu unterschiedlich, als dass auf eines verzichtet werden könne, aber sie müssen zusammenarbeiten. Überhaupt sollten alle vier Bergwerksmuseen der umliegenden Region gleichberechtigt vom Land Sachsen-Anhalt unterstützt werden.

Das meint zumindest der Chef des Schaubergwerks Büchenberg, Ralf Melzer. Die drohende Schließung des benachbarten "Drei Kronen Ehrt" zum Jahresende wegen der nötigen Verfüllung (die Volksstimme berichtete) sollte aus seiner Sicht Anlass sein, die Verfahrensweise der Landesregierung zu überdenken. Alle vier Bergbauanlagen der umliegenden Region, Wettelrode, Glasebach und die beiden Besucherbergwerke in der Oberharzstadt, sollten, so Melzer, einheitlich gefördert werden, um Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden. Ihre Berechtigung hätten alle vier Bergwerke. Und: ",Büchenberg` und ,Drei Kronen Ehrt` können nur in enger Zusammenarbeit erfolgreich sein", sagt Melzer.

Bei ihm im Schaubergwerk "Büchenberg" wurden 2014 rund 20 000 Besucher gezählt, gibt es vier Arbeitsplätze. Die Einrichtung arbeite "am Limit", an der Grenze zur Wirtschaftlichkeit. Auch das gelte es zu bedenken.

Indes hat Oberharz-Bürgermeister Frank Damsch (SPD) eine neue Initiative gestartet. "Das Denkmal und Zeugnis der Industriekultur darf nicht schließen", heißt es in einem Rundschreiben, das auch an Landtags- und Bundestagsabgeordnete der Region ging. Vorbereitet wird derzeit für Februar ein Treffen mit Vertretern der Bergwerkseigentümerfirma und der Landesregierung.

Dabei sollen die Möglichkeiten der Herauslösung des Besucherbergwerks bei der Verwahrung der Grube "Einheit" geprüft werden. Eine wichtige Frage wird sein, heißt es, was der mit Nachdruck angestrebte Erhalt des Besucherbergwerks "Drei Kronen Ehrt" kostet und wer ihn bezahlt.

 

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