Wenn am 18. April die Buga 2015 im Havelland ihre Tore öffnet, wird auch Wernigerode mit einem eigenen Tagesgarten dabei sein.

Wernigerode l Das hat außer Wernigerode keine andere Stadt in Deutschland - einen eigenen Garten auf der Bundesgartenschau 2015. Gut, es ist nur ein Gärtchen, doch auch auf 34 Quadratmetern Blumenwiese lässt es sich trefflich werben, wenn rund 600000 Besucher erwartet werden. So viele sollen allein nach Premnitz kommen, neben Havelberg, Rathenow, Stölln und Brandenburg/Havel einer der fünf Buga-Standorte.

Im kleinen Havelstädtchen Premnitz wird sich Wernigerode vom 18. April bis zum 11.Oktober präsentieren. Eingefädelt hat den Auftritt der bunten Stadt Frank Schröder, der bereits im Jahr 2006 die Landesgartenschau in Wernigerode verantwortete und nun der technische Leiter der Buga 2015 ist.

Im Eingangsbereich des Premnitzer Buga-Areals werden Tagesgärten angelegt, die sich dem Thema Energie widmen werden. Und so werden dort Holländer ihre Windmühlen aufbauen, es gibt einen Bambusgarten und einen Bahngarten. Wernigerode wartet mit einer ganz eigenen Umsetzung des Energie-Themas aus: einem Fahrradgarten.

Er wolle damit den Aspekt "umweltfreundliche Mobilität" betonen, sagte Gartenamtsleiter Frank Schmidt, als am Dienstag Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) und Frank Schröder den Kooperationsvertrag unterzeichneten. Schmidt und seine Mitarbeiter sammeln derzeit alte, ausgediente Fahrräder. Gut 30 davon werden in Premnitz aufgestellt und, wie es sich für eine Blumenschau gehört, begrünt. Im Fahrradkorb oder im Anhänger sollen kleine Gärtchen angelegt werden. Werbung für Wernigerode komme dabei nicht zu kurz, versprach Schmidt. An den Kinder-Fahrrädern werden Wimpel mit den Wappen von Wernigerode und den Ortsteilen angebracht, Flyer ausgelegt und es finde sich bestimmt noch ein Fahrradanhänger, in den sich eine Kiste Hasseröder deponieren lasse.

Werbung, mit der sich der Oberbürgermeister durchaus anfreunden kann. Er freue sich, dass die Wernigeröder mit ihrem Knowhow der Gartenschau 2006 nun auch im Havelland vertreten sind, sagte er.

Recht kostengünstig ist es ohnehin. Die Buga spendiert für den Tagesgarten 3500 Euro. Mehr gibt Frank Schmidt auch nicht aus, lediglich Personalkosten kommen dazu. Beim Material hofft er auf weitere Spenden.

Gesucht werden speziell Kinder-Fahrräder und alte Gartenutensilien wie Geräte und Gießkannen. Wer so etwas noch zu Hause hat und sich davon trennen möchte, kann sich im Gartenamt unter der Rufnummer (0 39 43) 654670 melden. "Wir holen die Geräte ab", sagt Frank Schmidt.

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