Mit 21 farbenfrohen, kritischen, spaßigen oder einfach schönen lebenden Bildern sind Fastnachter am gestrigen Sonntag durch Stiege gezogen. Es war der Höhepunkt und Abschluss des dreitägigen Karnevals.

Stiege l Dass die Zeit für den Start des Straßenumzugs der Fastnachter selten eingehalten wird, ist Stammgästen wohl bekannt. Und doch irrten etliche am Sonntagmorgen um das Kriegerdenkmal. Doch außer einer verkleideten stämmigen (und männliche) Biene war kein Jeck zu sehen. Niemand konnte ahnen, was kurz darauf alles am Treffpunkt auflief.

Lebende Matrjoschkas, liebevoll von den Familien Bohmeier, Müller und Freunde gebastelt, trudelten als erste ein. Dann kamen Mondfahrer, Oldtimer, ein Rettungshub-schrauber, "Familie Flodder" und andere mehr. Indianer waren als letzte Mohikaner und mit Tipi dabei. Zweimal auch wurde die geplante Umsetzung der Albrechtshauskirche in Schaubilder umgesetzt. Das Gotteshaus im Stile einer nordischen Stabkirche soll von der Albrechtshausruine in den Ort versetzt werden, um es zu schützen und zu nutzen. Auch Hasselfeldes St. Antoniuskirche hole man da gleich mit nach Stiege, verhieß ein Plakat.

In einem Sarg wurden der weggezogene Arzt und die weggezogene Pfarrerin des Ortes (Volksstimme berichtete) symbolisch zu Grabe getragen. Es gab Clowns und einen einsamen Wolf, "Modern Talking" spielte auf, und Paradiesvögel ließen im eisig kalten Wind bei hellem Sonnenschein ihre prächtigen Farben leuchten.

Da war es keine leichte Aufgabe für die "Oberfastnachter", eine Wertung zu treffen. Wie beinahe jedes Jahr, so wurde die Platzierung für die Jury zu einer Qual, hätten eigentlich alle Familien für Idee und handwerkliches Geschick einen Preis verdient, wie es hieß.

Der erste Platz wurde dann doch den Familien Ackermann und Rieche für ihren Bezug zum verlorenen Osterfeuerplatz (siehe Seite 1) zuerkannt. Auf Platz zwei kam das Team Eigenwillig und Pilz mit der Albrechtshauskirche. Platz drei errangen die unübersehbar unten Paradiesvögel der Familie Kolbe samt Freunden. Sie drohten kurzzeitig bei einer Böe abzuheben, blieben aber gesund und munter am Boden.

 

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