Die Galerie im Mutterhaus in Elbingerode hat eine neue Leitung. Schwester Christa Otto zieht sich zurück, malt aber weiter. Friedegard Holmer übernimmt und sorgt für künftige Ausstellungen.

Elbingerode l Die vor etwa 16 Jahren durch die Diakonisse Christa Otto und den damaligen Direktor des Diakonissen Mutterhauses "Neuvandsburg", Helmut Fröhlich, ins Leben gerufene Mutterhaus-Galerie hat eine neue Leiterin. Die Verantwortung für die Kultur- und Kunsteinrichtung ist in die Hände von Friedegard Holmer gelegt worden.

Der feierliche Akt geschah anlässlich der Eröffnung der Ausstellung mit Bildern und Grafiken von Christa Otto unter dem Motto "Rückblick". Im Beisein vieler Gäste wurde mit Blumen der symbolische Staffelstab überreicht.

"Ich hatte schon lange Sorge, wer mein Werk fortsetzen wird", meinte Schwester Christa Otto. Die 88-Jährige legte die Leitung der Galerie nieder und zeigte sich erfreut, dass ihre Nachfolgerin aus dem engeren Umfeld kommt. Friedegard Holmer (59, Ehefrau von Mutterhaus-Direktor Reinhard Holmer) ist Tochter einer Malerin und kam so früh mit Kunst in Berührung, wie informiert wurde. Von Beruf Krankenschwester und Medizinpädagogin, kam sie mit ihrem Mann 2011 nach Elbingerode. Der Kontakt zum Malzirkel für Diakonissen und Laienkünstler(innen) um Maler Martin Donath (Wernigerode) war bald gefunden.

Auch künftig werde es in der Galerie im Mutterhaus, der einzigen in der Oberharzstadt, sehenswerte wechselnde Ausstellungen geben, sagte Friedegard Holmer. Sie dankte für das Vertrauen ihr gegenüber und zeigte sich beeindruckt von der bisherigen Geschichte der Ausstellungsstätte.

Rund 40 000 Besucher seien seit der Gründung der Galerie 1999 in den bisher 30 Expositionen mit Bildern, Fotos, Klöppelarbeiten, Weihnachtskrippen, Tonskulpturen oder künstlerischen Accessoires gezählt worden, hieß es. Für die immer wieder nötige Mitarbeit im Galeriebetrieb wurde den Schwestern Marlies Behrens, Regine Benecke und Sieglinde Wiedhaus besonders gedankt.

Die aktuelle Schau "Rückblick" ist dem Werk von Christa Otto selbst gewidmet und zeigt Bilder vom Anfang ihrer künstlerischen Tätigkeit bis heute. In verschiedenen Maltechniken entstanden unter ihren Händen zumeist Stillleben und Landschaften, Motive mit oft symbolischer Aussagekraft. "Das Licht ist für mich das Zeichen Gottes", so die frühere Oberin des Mutterhauses. Eins ihrer Bilder heißt "Lichtträgerin". Christa Ottos gegenständlicher Malstil sei nicht in die üblichen Stilrichtungen einzuordnen, sei zeitbezogen und zielgerichtet, sagt ihr künstlerischer Mentor Martin Donath. Ihren Ruhestand nutzt Christa Otto bereits, um sich intensiver mit ihrer Malerei zu beschäftigen. Ihre Werke schmücken manche Wand in den Mutterhausgebäuden.

Öffnungszeiten der Galerie, siehe Tipps links.

 

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