Der Ilsenburger Toni Eggert kehrt ohne Edelmetall von der Rennrodel-WM aus Sigulda nach Deutschland zurück. Mit seinem Doppelpartner Sascha Benecken wurde er am Sonnabend Vierter.

Ilsenburg l Etwa 20 Fans des Rennrodelsports haben am Sonnabendvormittag gemeinsam vor dem Fernseher im Landhaus "Zu den Rothen Forellen" dem Ilsenburger Toni Eggert die Daumen gedrückt. Eggert und sein Suhler Doppelpartner Sascha Benecken waren als Führende im Weltcup ins Baltikum gereist - verließen es aber ohne eine WM-Medaille. Nach zuletzt zwei Silbermedaillen bei den Welttitelkämpfen gingen sie desmal leer aus.

Zu den Zuschauern in der Ilsestadt zählten Toni Eggerts Großvater Walter Eggert, Olympiavierter 1964 von Innsbruck, und Onkel Jens Eggert, Präsident der Rennrodel- und Bobfahrer in Sachsen-Anhalt. Viele der Gäste gehörten dem BRC Ilsenburg an, für den Toni Eggert seit einigen Jahren startet.

Das Daumendrücken in der Heimat war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. Das Harzer/Thüringer Doppel leistete sich zu viele Fehler, die auf der schwierigen Bahn in Sigulda gnadenlos bestraft werden. Trotz aller Enttäuschung gab es in Ilsenburg dennoch Applaus, als Tobias Wendl und Tobias Arlt Gold für Deutschlang gewannen. Für Toni Eggert und Sascha Benecken, der am Sonnabend übrigens seinen 25. Geburtstag feierte, bleibt nun noch die Hoffnung auf den Gewinn des Gesamt-Weltcups. 45 Punkte Vorsprung haben die beiden vor den drei letzten Rennen der Saison auf ihre Dauerkonkurrenten Tobias Wendl und Tobias Arlt.