Magdeburg l 1:45 Minuten vor der Schlusssirene hatte Joel Mondo zuerst die Führung (46:45) zurückerobert, wenig später sogar ausgebaut (48:45). Die Otto Baskets des BBC Magdeburg verwandelten danach noch sechs von zehn Freiwürfen. Das reichte zum Sieg. Die Gieselerhalle tobte, die Fans bedankten sich mit "super Dimi, super Dimi"-Rufen. Der 54:52 (10:9, 13:14, 7:11, 24:18)-Erfolg am Freitagabend über die Uni-Riesen Leipzig war der elfte Saisonerfolg der Magdeburger in der 2. Bundesliga Pro B, mit dem sie sich auf Platz sechs vorschoben. Er stand ganz im Zeichen des Verteidigungsspezialisten und Trainers Dimitris "Dimi" Polychroniadis - und Joe Buck war dabei. "So ein erfahrener Spieler weiß eben, wann er gebraucht wird", sagte BBC-Vizepräsident Peter Bogel.

Dieser Buck hatte vor einigen Tagen erklärt: "Ich hasse es, wenn ich dem Team nicht helfen kann." Gestern Abend half er wieder. Mit sieben Punkten, sechs Rebounds. Der geschundene Rücken, für den der 33-Jährigen zuletzt eine Zwangspause einlegen musste, hielt in seinen 25 Spielminuten der intensiven Abwehrarbeit stand. Denn die Defensive war erneut der Schlüssel zu Erfolg. "Es war ein Kampf ohne Ende, ein richtig dreckiger Sieg", meinte Bogel erfreut.

Die Quoten in der Offensive waren nämlich weniger berauschend: 48 Prozent der Zweier brachten Erfolg, nur zwei von 15 Dreier-Versuchen wurden auch gezählt. Die Ottos gewannen aber gerade in der Statistik der defensiven Rebounds, knapp mit 33:29. So eng war es in diesem Aufeinandertreffen zugegangen. Aber selbst im entscheidenden Moment, beim 53:52 zwei Sekunden vor dem Ende, zeigten die Otto Baskets Nervenstärke: Steven Monse vollendete den letzten Freiwurf der Partie zum Endstand. Bester Werfer der Magdeburger war Joel Mondo mit 14 Punkten.

Otto Baskets: Ghebreigziabiher 12 Punkte/5 Rebounds, Monse 10/8, Gillette 7/6, Mondo 14/5, Orlando 2/3, Buck 7/6, Wendt 0/0, Rauch 2/0