Wernigerode l Die Friedrichstraße und die Amtsfeldstraße (L 100) sollen bis 2019 komplett ausgebaut werden. Das hat Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) in dieser Woche bei seinem Besuch in Wernigerode verkündet.

"Das ist eine sehr schöne Nachricht", sagte Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos) bei der Stadtratssitzung am Donnerstagabend. Den Hasserödern ist der Zustand der Straßen schon lange ein Dorn im Auge. Die Friedrichstraße wurde in den Jahren 2004 und 2010 bis 2012 in Teilbereichen saniert. Das Stück zwischen Hochschule und Ortsausgang befindet sich jedoch nach wie vor in einem maroden Zustand.

Im vergangenen Jahr habe es deshalb mehrere Gespräche zwischen Gaffert und Webel gegeben, in denen der Oberbürgermeister auf die Dringlichkeit des Vorhabens hingewiesen hatte. "Dabei wurde auch die Bereitschaft der Stadt zur Mitwirkung angeboten", informiert Rathaussprecher Andreas Meling. Die L 100 sei eine der Hauptverkehrsachsen durch Wernigerode und zusätzlich die wichtigste Verkehrsader in Richtung Oberharz und Schierke. "Außerdem liegen mit dem Hasseröder Ferienpark und der Hochschule Harz zwei wichtige Institutionen am Wege, die nach einer langfristig belastbaren Verkehrsinfrastruktur verlangen", so Meling.

Die Arbeiten sollen in zwei Bauabschnitten erfolgen, teilt Peter Mennicke, Sprecher des Landesverkehrsministeriums, auf Volksstimme-Nachfrage mit. Der erste Abschnitt entspricht dem 740 Meter langen Teilstück von der Lutherstraße bis zum Bahnübergang, der zweite Abschnitt den 940Metern vom Bahnübergang bis zum Ortsausgang (Amtsfeldstraße). "Geplant ist, noch in diesem Jahr mit der Planung für das erste Teilstück zu beginnen", so Mennicke. Derzeit werde die Vergabe der Planungsleistungen vorbereitet. Ziel sei es, die Vergabe bis Ende März abzuschließen. 2017 sollen die Bauarbeiten starten, vorausgesetzt die Planungen des Gemeinschaftsprojekts mit Stadt sowie Ver- und Entsorgungsunternehmen gehen zügig voran und die finanziellen Mittel sind vorhanden. Nach ersten Schätzungen betragen die Baukosten für beide Teilstücke gut 2,25 Millionen Euro, so der Ministeriumssprecher.