Der Harzklub-Zweigverein Elbingerode hat sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Im überfüllten Saal des Hotels "Goldener Adler" hielten fast 80 Mitglieder und Gäste Rückschau auf ein Vierteljahrhundert.

Elbingerode l Aus dem anfangs zarten Pflänzlein ist schnell ein starker Baum geworden: Der Harzklub-Zweigverein Elbingerode, der am 1. März 1990 ins Vereinsregister eingetragen wurde, hat in den vergangenen 25 Jahren viel bewegt. Auf den Tag genau ein Vierteljahrhundert nach der offiziellen Neugründung feierten Mitglieder, Weggefährten und Gäste gemeinsam im überfüllten Saal des Hotels "Goldener Adler" den 25. Geburtstag - oder auch die "Silberhochzeit", wie mancher Gratulant spaßhaft anmerkte.

Den Gedanken für eine Neugründung hatte Frank Peters. Gemeinsam mit neun Elbingerödern, die mit sich wie er ihrer Harzer Heimat und ihrer Heimatstadt verbunden fühlten, hatte er den einst 1887 ins Leben gerufenen, heute 114Mitglieder starken Zweigverein neu gegründet.

Die Vereinsmitglieder haben in Elbingerode und ihrem Wanderbetreuungsgebiet viel bewegt, betonte der zweite Vorsitzende Dittmar Marquordt in seinem Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre. Da wurden Wege gepflegt, Schutzhütten und Sitzgruppen sowie Ruhebänke aufgestellt, Wanderhinweise geschaffen und Wegebeschilderungen neugestaltet, jetzt sogar mit den geologischen Satellitendaten (GPS).

Doch die heutigen Harzklub-Mitglieder können auf das aufbauen, was die Vorgänger geschaffen haben, so Marquordt. Noch heute zeugen der Pavillon auf dem Kahlenberg, einige Reiseführer und Relikte einer Gewerbeausstellung von der Arbeit des Zweigvereins vor der Machtergreifung Hitlers und der DDR-Zeit.

In 25 Jahren hatte der Harzklub-Zweigverein laut Marquordt viele Eisen im Feuer. Es wurden thematische Wanderwege geschaffen und 2006 sowie 2012 zwei Sternwanderungen des Gesamt-Harzklubs ausgerichtet. Der Zweigverein beteiligte sich an der 800-Jahr-Feier der Stadt, betreibt die 15Jahre alte Heimatstube und betreut Vortragsreihen, Wanderungen und die jährlichen Aktionen "Sauberer Wald", bei denen viele Kubikmeter Müll aufgesammelt werden. Außerdem hat er sich an den Deutschen Wandertagen beteiligt.

Erinnert wurde an die gute Zusammenarbeit mit dem Zweigverein Altenau, der bei der Neugründung Starthilfe gab. "Die Partnerschaft hält bis heute", so Marquordt. Ebenso besteht seit 25 Jahren eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen in Königshütte und Rübeland. Wanderwege von einer Gesamtlänge von 120Kilometern betreut der Elbingeröder Zweigverein. Drei Vorsitzende, Dittmar Marquordt, Waldemar Winterfeld und Gerd Borchert, führten und führen den Traditionsverein. Die gute Arbeit solle fortgesetzt werden.

Da der Vereinsgeburtstag mit der Jahreshauptversammlung gekoppelt war, gab der erste Vorsitzende Gerd Borchert einen Überblick über die Aktivitäten von 2014 - seiner Meinung war es "wieder ein sehr erfolgreiches Jahr". Die Mitgliederzahl wurde erhöht. Neue Wandertafeln wurden aufgestellt, viele Müllsäcke bei der Waldsäuberung gefüllt, bei der die Kinder des Schulhortes kräftig halfen. Es gab "sehr gute Vorträge", aktualisierte Wanderkarten und die Beteiligung am Deutschen Wandertag in Bad Harzburg. Hilfe erfuhr der Zweigverein von der Beschäftigungsgesellschaft Oberharz, der Koba, vom Regionalverband Harz, dem Forstbetrieb, von der Stadtverwaltung, Bauhof und Tourismus-Eigenbetrieb.

Die Arbeit des Zweigvereins würdigten der Ortsbürgermeister Rudolf Beutner (CDU) und der "noch" erste Vorsitzende des Gesamtharzklubs Michael Ermrich, dem die Ehrenmitgliedschaft übertragen wurde. "Der Harzklub ist der Verein, der nach 1989 den Harz zusammengebracht hat", so Ermrich.

Mit der höchsten Auszeichnung des Harzklubs, der Ehrennadel in Gold, sollten Walter Redlich und Dieter Marquordt geehrt werden. Walter Redlich verstarb jedoch kürzlich. Ihm wurde die Ehrennadel zugesprochen. Dieter Marquordt konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich erscheinen. Mit der silbernen Ehrennadel wurden Liselotte Ehrt und Irmtraud Mohles geehrt. Die Gründungsmitglieder Dittmar Marquordt, Frank Peters, Jens Kruse, Sabine und Ottfried Vollmer, Volker Magrinius und Klaus-Peter Hecht erhielten Präsente.

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