Schierke l Beim geplanten Ausbau des Schierker Winterbergs zeichnet sich eine deutlich stärkere Beteiligung privater Unternehmer ab als bisher gedacht. Wie Ortsbürgermeisterin Christiane Hopstock am Freitagnachmittag beim Schierke-Besuch von Ministerpräsident Reiner Haseloff (beide CDU) sagte, gebe es eine Gruppe von Unternehmern aus der Region, die das Projekt vorantreiben wolle. Diese könnten sich vorstellen, am Kleinen Winterberg Seilbahn und Abfahrtpiste zu bauen. Die Kosten dafür schätzte sie auf rund zwölf Millionen Euro.

Erste Gespräche dazu habe es zu Wochenbeginn bei einem Besuch der Wernigeröder Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftsclubs in Braunlage gegeben (Volksstimme berichtete), weitere Verhandlungen müssten folgen. Baudezernent Burkhard Rudo hatte zuvor von drei Jahren gesprochen, die die Planungen für das Winterberg-Projekt benötigen.

Für Hopstock ist das zu lange: "So viel Zeit haben wir nicht mehr." Die Initiative privater Unternehmer könnte helfen, das Projekt zu beschleunigen. Gegebenenfalls müssten diese sich auch an den Planungskosten beteiligen. Zuletzt hatten Finanz- und Bauausschuss aus Kostengründen weitere Planungen für den Winterberg zunächst auf Eis gelegt.

Haseloff hatte auf Einladung der Landtagsabgeordneten Angela Gorr (CDU) Schierke besucht und gemeinsam mit weiteren Kommunalpolitikern die in den vergangenen Jahren entstandenen Bauwerke wie Parkhaus und Brücken besichtigt. Nach dem Rundgang zeigte sich der Regierungschef beeindruckt von, was bislang - auch unter Einsatz von Fördergeld des Landes - im Ort entstanden ist. "Das ist richtig gut geworden."

Er könne den Ort nur ermutigen, die Wirtschaft mit ins Boot zu holen, sagte er zu den Ausführungen Hopstocks. Eine Beteiligung privater Unternehmer sei ein wichtiges Signal an die Fördermittelgeber. Haseloff zeigte sich überzeugt, dass die weitere touristische Entwicklung Schierkes gelingen werde: "Das kriegen wir hin."