Benneckenstein l Das Telefon steht bei Mario Tänzer nicht mehr still. Seit der Benneckensteiner Fahrten mit ausgemusterten Panzern anbietet, wird er auf allen Kanälen mit Anfragen überflutet. "Allein in den ersten sieben Wochen des Jahres haben wir 70 E-Mails erhalten", sagt Mario Tänzer. Den meisten Interessenten musste er absagen. Die Kapazität reichte schon 2014 nicht aus. Rund 450Absagen hat der Benneckensteiner nach eigener Aussage schreiben müssen.

Wegen des großen Interesses wird Tänzer, der mit seiner Familie ein Technikmuseum im Ort betreibt, den Fahrbetrieb ausweiten. Statt zehn darf er künftig 30 Tage im Jahr fahren. So reduziert sich die tägliche Fahrzeit von acht auf fünf Stunden. Der Benneckensteiner Ortschaftsrat hat dafür in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend nach langen Diskussionen grünes Licht gegeben.

Debattiert wurde, weil einige Anwohner sich durch Lärm belästigt fühlten. Diese Vorbehalte wolle man ernst nehmen, dabei jedoch die Belange des Unternehmers berücksichtigen, hieß es in der Sitzung. Zur Klärung des Sachverhaltes hatte man im Vorfeld das Umweltamt des Harzkreises einbezogen. Dessen Sachgebietsleiter Klaus Frey erklärte, die Messungen vor Ort hätten ergeben, dass die Lärmbelastung "vollkommen unbedenklich" sei. Demnach stellten die touristischen Panzerfahrten keine besondere Beeinträchtigung dar, da die ermittelten Werte weit unten den erlaubten 70Dezibel rangierten. Auch Bodenverdichtungen stellten kein Problem dar.

Das Gutachten des Umweltamtes gab den Ausschlag dafür, dass die Ortschaftsratsmitglieder dem Antrag von Mario Tänzer einhellig zustimmten.

Bürgermeister Hans-Herbert Schulteß (CDU) betonte, dass Tänzer die städtische, zum privaten Weisenparcours gehörenden Wiese weiterhin pachtweise nutzen könne, sofern er sich an die Auflagen halte. Damit ist der Antragsteller zufrieden. Mehr Fahrten seien mit den fünf Militärfahrzeugen, die er derzeit zur Verfügung hat, ohnehin nicht möglich - "aus technischen Gründen", wie Mario Tänzer erklärt.