Wernigerode (wb) l Nach einem Jahr Pause will die Stadtwerke-Stiftung am 12. November wieder ihren Wissenschaftspreis vergeben. Stadtwerke-Geschäftsführer Steffen Meinecke hofft auf viele Bewerber, damit die Auswahl spannend und "der Jury das Leben schwer gemacht wird".

Genau das war im vergangenen Jahr das Problem. Trotz des stolzen Preisgeldes in Höhe von 3000 Euro fanden sich zu wenige Interessenten, die den 2009 gestifteten Preis haben wollten. Das soll nun anders werden.

Bislang richtete sich die Ausschreibung ausschließlich an Nachwuchs-Wissenschaftler. Künftig können sich auch Forscher bewerben, die älter sind als 40 Jahre.

Es gebe schließlich auch "reifere Jahrgänge", die Gutes leisten und für die der Preis interessant sein könnte, sagte Hochschulrektor und Mitglied im Stiftungsvorstand Prof. Armin Willingmann. In Wernigerode gebe es "durchaus respektierliche Einrichtungen", wie die Außenstelle des Robert-Koch-Instituts oder zahlreiche Unternehmen, in denen gute Forschung betrieben werde. Deren Mitarbeiter sollen durch die neuen Ausschreibungsrichtlinien dazu aufgerufen werden, sich mit ihren Arbeiten zu bewerben.

Wichtigste Bedingung dafür: Die Wissenschaftler müssen in Wernigerode tätig sein oder ihr Forschungsgegenstand muss sich auf Wernigerode beziehen. Aus welcher Disziplin sie kommen, ist hingegen egal: natur- und geisteswissenschaftliche Arbeiten werden ebenso angenommen wie solche aus dem technischen Bereich.

Die Interessenten müssen auch nicht zwingend Abschluss- arbeiten einreichen. Aufsätze in Fachblättern oder ein kleines, im Selbstverlag herausgegebenes Buch können ebenso interessant sein, so Willingmann. Einzige Voraussetzung: Es muss grundsätzlich zur Veröffentlichung geeignet sein.

Die Bewerbungsfrist endet am 31. August. Weitere Informationen zur Ausschreibung gibt es bei Prof. Willingmann in der Hochschule Harz, E-Mail: rektor@hs-harz.de oder im Internet unter www.stadtwerke-wernigerode.de